-18 Grad in Ringsee und die Schanzer laufen heiß

Passend zum Heimspiel unserer Schanzer morgen im Sportpark gegen Aue, möchte ich an eines der besten Spiele der Schanzer aller Zeiten erinnern. Es war kalt und die Schanzer fegten Erzgebirge Aue mit 5:1 vom Platz. Ein Spiel dass auch wegen der sehr kalten Außentemperaturen mir in Erinnerung bleibt.

Exklusiv hier der Original-Auszug zum Spiel aus dem meinem Buch „111 Gründe den FC Ingolstadt 04 zu lieben.“

Aus dem Kapitel 4: „Forever never Derbywinner“ – Große Schlachten und dramatische Derby-Serien

Grund #43: Weil unsere Spieler selbst bei minus 18 Grad Außentemperatur heiß auf Fußballspielen sind

Für einige Fußball-Fans ist ja leichter Nieselregen schon ein Grund nicht ins Stadion zu gehen. Man könnte ja trotz überdachter Zuschauerränge beim Gang vom Auto zum Stadion ein bisschen nass werden. Auch leichter Wind hält schon ein paar Leute vom Fußballspiel schauen im Stadion ab. Da lieber die Kneipe. Da gibt es das Wunschbier und eine warme Stube. Die über 3000 Fans die am 19. Dezember 2009 den Weg ins Tuja-Stadion fanden, waren wirklich die Härtesten ihrer Sorte.

-18 Grad zeigte das Thermometer damals in Ingolstadts Stadtteil Ringsee an. Mir wurde bei den Pfadfindern immer beigebracht: „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Wer auch immer diesen Spruch aussprach. An diesem Tag half nichts um dieser Wahnsinnskälte zu trotzen. Egal wie viele Jacken, Pullover oder paar Socken man anhatte, man fror immer noch. Auch beim Schreibgerät musste man aufpassen. Kugelschreiber schrieben erst gar nicht mehr. Und Bleistifte schrieben so einigermaßen. Nur sie zu halten war das Kunstwerk. Zog man die Handschuhe aus, verwandelte sich die Hand in ein nicht mehr kontrollierbares Körperteil. Wobei kontrollierbar ja noch übertrieben ist. Man konnte die Hand schlichtweg nicht mehr bewegen. Und das was man aufs Papier brachte war wirklich Gekritzel. Ein Grundschulkind in der dritten Klasse schreibt sauberer. Jetzt beschwert man sich doch gerne über die Klaue von Journalisten, doch an diesem Tag konnte man es unserer Spezies verziehen.

Wer zuhause geblieben war, fror zwar nicht, verpasste aber eines von zahlreichen Schützenfesten meiner Schanzer in Liga drei. Andreas Buchner, zweimal Moritz Bo und zwei Stefan Leitl sorgten dafür das Erzgebirge Aue mit 5:1 nachhause geschickt wurde und die Schanzer als Spitzenreiter und Herbstmeister überwintern durften. Ein Offensivfeuerwerk wurde es allerdings, erst in der zweiten Halbzeit. Nachdem Andreas Buchner früh abstaubte (6. Minute) traf erst in der 58. Minute Stefan Leitl zum 2:0. danach ging es dahin für die Auer. Agyemangs Ehrentreffer fiel in der 81. Minute zum 4:1. Regelrecht warm wurde einem bei diesem Spiel zumindest ums Fußballfanherz. Denn der Rest verfiel in Schockstarre. Aber mal ganz ehrlich in zehn Jahren FC Ingolstadt 04 kann ich mich wirklich nicht an so ein eiskaltes Fußballspiel erinnern. Ich habe meinen Stadionbesuch trotz Kälteschock nicht bereut. Und diejenigen die daheim geblieben sind. Die haben ein großes Fußballspiel von meinen eiskalten Schanzern verpasst.

 

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