Nachspielzeit #FCIF95: Dieser Sieg hat einen Hauch Glanz von der Aufstiegssaison

Die Schanzer siegen und siegen. Mit dem Sieg gegen Fortuna zuhause stellte der FCI einen neuen Vereinsrekord auf. Obendrein ist der Sieg im zweiten Spitzenspiel in Folge ein weiterer Fingerzeig an die Liga. Doch der nächste harte Prüfstein liegt unmittelbar bevor.

Alfredo Morales war der Matchwinner. Technisch visiert schloss er ab und brachte den FCI endlich in Führung. Auch wenn Düsseldorfs Verteidiger den Ball noch abfälschte. Die Führung war überfällig. Beim Spitzenspiel zwischen Ingolstadt und der Fortuna konnte es nur einen Sieger geben. Denn der FCI schoss im ersten Durchgang aus allen Rohren. Im zweiten Durchgang wachte Düsseldorf mal auf. Aber nur in den letzten fünf Minuten wurde es nochmal hektisch und man befürchtete vielleicht doch noch den Ausgleich zu kassieren. Insgesamt, dass muss man leider sagen trat Düsseldorf als Tabellenführer der zweiten Liga enttäuscht auf. Ich hätte mir mehr erwartet. Da waren schon andere Tabellenführer im Sportpark zu Gast und zeigten wesentlich mehr. Man erinnere sich an die Duelle gegen Hertha BSC Berlin, 1. FC Köln und Eintracht Braunschweig.

„…Auch Tobias Levels bewies einmal mehr, warum seine Rückholung in den Profi-Kader eine goldrichtige Entscheidung war…“

Die Schanzer waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Im Mittelfeld eroberten die Spieler die Bälle und flott ging es nach vorne. Dieses Mal liefen viele Angriffe wieder über Pledl. Auch Tobias Levels bewies einmal mehr, warum seine Rückholung in den Profi-Kader eine goldrichtige Entscheidung war. Levels ist topfit, offensiver Antreiber, mit nach wie vor enormen Tempo und großer Willenskraft. Und auch hinten verrichtet der Außenverteidiger meistens seine Arbeit makellos. Die Schanzer erspielten sich Torchance um Torchance. Doch es war wie verhext. Entweder wurde der entscheidende Querpass abgefangen, der Abschluss war zu lasch und die Kugel wollte nicht über die Linie, irgendein Düsseldorfer Fuß war dazwischen oder der Schlussmann der Fortuna hielt bravurös. Man wurde nervös. Obwohl Fortuna recht verhalten agierte und kaum offensive Bemühungen zeigte, hätte ein erfolgreicher Angriff die Partie wieder auf den Kopf stellen können.

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Morales traf und auch in der zweiten Hälfte, dominierte vorerst der FCI. Doch mit steigender Spieldauer wurden die Angriffe der Schanzer nicht mehr so drückend. Kittel mal mit zwei Einzelaktionen. Ruhige Kombinationen vor dem Sechszehner, verlagert nach Außen, Flanke und der Kopfball geht drüber. Dominant war es das nicht mehr, aber der FCI schaffte es trotzdem die Fortuna größtenteils in der eigenen Hälfte festzuschnüren. Doch man merkte trotzdem irgendwie, der Spitzenreiter kann nochmal gefährlich werden. Den Schanzern unterliefen in den letzten 15 Minuten dann viele Abspielfehler. Fortuna drückte nochmal. So richtig, richtig gefährlich war das nicht. Aber aus einer Ecke kann es schon mal scheppern.

„…Ja dieser Sieg hat einen Hauch Glanz von der legendären Aufstiegssaison…“

Vor zwei Monaten hätte der FCI dieses Ergebnis nicht mehr über die Runden gebracht. Doch die Mannschaft hat mittlerweile eine gewisse Abgebrühtheit. Eine Eigenschaft die vor allem Spitzenmannschaften auszeichnet. Mal Spiele knapp gewinnen, Spiele dreckig gewinnen und vor allem absoluter Wille. Stefan Leitl hat es geschafft, dass die Spieler ihre PS auf das Feld bringen. Jeder geht wieder für jeden durchs Feuer. Die Truppe tritt als Einheit auf und robbt sich immer weiter nach vorne in der Tabelle.

Am Samstag kommt es dann zum ultimativen Spitzenspiel. Die beiden Teams der Stunde, Aufsteiger Holstein Kiel und die Schanzer treffen aufeinander. Ein schweres Auswärtsspiel für die Schanzer. Am Wochenende dachte man als die Kieler 0:2 hinten lagen, dass sie jetzt endlich fällig sind. Doch am Ende stand es 2:2. Die Kieler haben einen gewissen Nimbus der Unbesiegbarkeit. Und vor allem die Offensive verbreitet durchaus Angst und Schrecken. Für die Schanzer ist dieses Spiel sehr wichtig. Gewinnt man im Kiel, hätte man binnen weniger Wochen alle drei Topmannschaften geschlagen. In der Liste fehlt dann nur noch Union Berlin. Und die warten in wenigen Wochen auch auf die Schanzer.

Diese Mannschaft ist zu vielem im Stande. Das setzt sie aktuell unter Beweis. Vor der Saison habe ich gesagt: wenn wirklich alles zusammenpasst, dann ist vieles möglich. Aber nur dann.

Ja dieser Sieg hat einen Hauch Glanz von der legendären Aufstiegssaison. Der Weg zum 34. Spieltag ist noch sehr weit. Es stehen noch viele Prüfsteine bevor. Aber langsam macht sich einem das Gefühl breit: ja mit dieser Mannschaft ist wirklich alles möglich.  Ein schönes Gefühl. Ein Hochgefühl dass man genießen muss. Denn die schlechten Zeiten sind noch nicht allzu lange her. Das darf man nie vergessen.

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