Nachspielzeit: Fehlende Effizienz kostet Punkte

Es ist im Grunde genommen nichts Schlimmes passiert. Der FCI rangiert nach der Hinrunde in der zweiten Liga auf Platz fünf der Liga. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz. Da gab es schon ganz andere Talfahrten von Bundesliga-Absteigern. Man braucht aber auch gar nicht in die Vergangenheit schauen, den aktuell steht Darmstadt auf Platz 16. Doch trotzdem muss man sich ein bisschen Sorgen machen bei der aktuellen Form der Schanzer.

Drei Spiele in Serie ohne Sieg. Nur ein Tor in drei Spielen. Beim FCI stockt es. Platz fünf steht aktuell zu Buche, doch die Leistungen stimmen nicht mehr so hundertprozentig. Gegen den Tabellenletzten Kaiserslautern mühten sich die Schanzer lange ab, bis sie mal trafen. Früh hatte man Torchancen zur Führung, doch Kaiserslautern nutzte einen kapitalen Stellungsfehler von Levels und Matip zur Führung. Nur wenige Minuten später machten Levels und Nyland bei einer harmlosen Flanke eine schlechte Figur. Die Flanke wurde nochmal scharf gemacht, doch der Nachschuss ging auf die leere Tribüne. Offensiv tut und machte wieder Kittel, doch so was gefährliches kam dabei nicht rum. Generell blieb die Offensive recht blass. Leipertz für den zuletzt schwachen Pledl in der Startelf, fehlte die Anbindung zum Spiel. Was auch keine Überraschung ist. Christiansen hielt zwar die Knochen hin, aber für Impulse konnte er nicht sorgen. Morales wirbelte ab und an, blieb aber auch oft auffällig unauffällig.

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Gegen den FCK wirkte das Offensivspiel der Schanzer sehr berechenbar. Fast alle Angriffe liefen über den aufgerückten Tobias Levels. Der schlug Flanke um Flanke in den Sechszehner des Gegners im mau besuchten Fritz-Walter-Stadion. Ein paar Hochkaräter waren dann doch dabei. Einmal verpasste Lezcano, Morales scharfe Hereingabe und dann köpfte Lezcano knapp am Tor vorbei. Träsch probierte es immer wieder aus der Distanz. Das war es auch wieder mit der Kreativität.

An den schlechten Platzbedingungen lag es jedenfalls nicht, sagten die FCI-Spieler. Die Partie wurde 15 Minuten später angepfiffen, aufgrund des einsetzenden Schneefalls, war der Rasen schneebedeckt.

Dann traf doch noch jemand. Lezcano glich nach einem Pass von Morales zum 1:1 aus. Fast hätte Kaiserslautern dann doch noch getroffen. Doch der Ex-Lauterer Gaus rettete irgendwie in der Nachspielzeit. Auch die rund halbstündige Überzahl der Schanzer half nicht. Kessel flog nach einer Grätsche an der Mittellinie gegen Lezcano mit der Ampelkarte von Platz. Die Lauterer protestierten sehr gegen die Entscheidung, denn Kessel traf zuerst den Ball.

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Es zeichnete sich gegen Kaiserslautern etwas fort, was auch bereits gegen Braunschweig zu sehen war. Trotz großer Überlegenheit und viel Ballbesitz, schaffte es der FCI nicht  die Tore zu erzielen. Geht dann der Gegner mal in die Offensive, präsentiert sich die Defensive der Schanzer nicht als sattelfest. Hier passieren zu viele Fehler. In der Offensive fehlt die Kreativität. Spielmacher Kittel scheint entschlüsselt zu sein. Er wird von den Gegnern gedeckt. Vielleicht wäre es auch mal eine Idee, ihn im zentralen-offensiven Mittelfeld als Zehner spielen zu lassen. Denn hätte er hier mehr Freiheiten und Raum. Als Außenbahnspieler muss er immer von außen nach innen  ziehen. Da können viele Beine des Gegners ihm den Weg versperren oder ihn geschickt abdrängen.

Noch zwei Spiele stehen auf dem Programm. An der Alten Försterei geht es gegen Union Berlin. Union zählte schon immer zu den Gegnern, gegen die der FCI meistens nicht gut aussah. Das Spiel ist allerdings vehement wichtig, es ist das große Verfolgerduell. Wer gewinnt bleibt drin im Aufstiegsrennen. Wer verliert, fällt ab.

Im Achtelfinale des Pokals wartet der Tabellenführer der dritten Liga, der SC Paderborn. Ein Gegner gegen den die Schanzer auch nichts geschenkt bekommen.

Drei Spiele ohne Sieg sind kein Beinbruch. Auch Nürnberg, Düsseldorf und Union hatten diese Schwäche-Phasen wo nicht mehr regelmäßig gepunktet wurde. Bei diesen Klubs fiel diese Phase nicht so schwer ins Gewicht, weil sie den Saisonstart nicht verpatzten. Dieser schlechte Saisonstart, könnte noch eine lange Hypothek für die Schanzer bleiben.

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