Gastbeitrag: Alfredo Morales – Berliner Junge mit Schanzer DNA

Der oft gescholtene. Alfredo Morales wird von mir meistens als Spieler zwischen Genie und Wahnsinn bezeichnet. Und auch in sozialen Medien bekommt der US-Amerikaner oft sein Fett weg. Zeit damit aufzuräumen. Caroline Seibert hat einen Gastbeitrag zu meiner „Spieler-Serie“ verfasst. Im Mittelpunkt steht „Alfi.“ Viel Spaß beim Lesen.

Einen Einstand nach Maß? Den gab es für Alfredo Morales 2013 bei den Schanzern nicht. Nachdem er ein Angebot zur Vertragsverlängerung beim Bundesligaaufsteiger Hertha BSC ausgeschlagen und sich stattdessen den Schanzern angeschlossen hatte, brachte ihn FCI-Trainer Marco Kurz gleich zum Saisonstart gegen Aue. Der Endstand: 1:2 für die Erzgebirgler. An beiden Toren war Morales, der sich durch ein elfmeterwürdiges Foul in der 80. Minute noch dazu die rote Karte abholte, nicht ganz unschuldig. Doch bereits da zeichneten sich bei ihm wichtige Spieleigenschaften ab, die einmal zu den Schanzer-Tugenden zählen sollen: Kampfgeist, Einsatzwille, Laufbereitschaft.

Für all das ist Alfi bekannt: Riskante Balleroberungen, risikofreudige Pässe und unerbittlicher Siegeswille. Morales macht auch mal lautstark deutlich, wenn er mehr Unterstützung von den Rängen oder mehr Einsatz seiner Mitspieler fordert.
Mike Walpurgis bezeichnete ihn einmal treffend als „Kilometerfresser“. So ist er doch bei jedem Spiel sowohl im eigenen, als auch im gegnerischen Sechzehner zu finden. Ein typischer box-to-box-midfielder. Gerade auch durch seine starke Präsenz im Strafraum, sind die Schanzer Standardsituationen so gefürchtet.

Erwartungshaltung, die zu Toren führt

Auch die aktuelle Saison startete holprig für die Ingolstädter. Nur 7 Punkte nach acht Spieltagen und somit Rang 16. Schnell wurde Alfi von einigen Fans als Gesicht der Krise ausgemacht. In den sozialen Netzwerken hagelte es Woche für Woche scharfe Kritik an unserer Nummer 6. Meine Meinung dazu: Die Fans wissen genau, zu was Morales in der Lage ist und welche Qualitäten er auf den Platz bringen kann. Für mich persönlich gehört er zu den stärksten Mittelfeldspielern der 2. Liga. Und Alfredo wäre nicht Alfredo, wenn ihn Kritik nicht noch mehr pushen würde. Gegen Greuther Fürth gelang ihm bereits sein 5. Saisontreffer. Damit ist er hinter unseren Offensivkräften Sonny Kittel und Dario Lezcano der dritterfolgreichste Schütze und hat in dieser Saison schon genauso viele Treffer erzielt, wie in den 4 Spielzeiten zuvor. Besonders in Erinnerung bleibt dabei natürlich sein wuchtiger Siegtreffer gegen Spitzenreiter Düsseldorf am 14. Spieltag. Auch dank seiner Leistungen haben die Ingolstädter den Kontakt zu den oberen Tabellenplätzen gewahrt.

Morales mit Zukunft auf der Schanz

Eine kluge Entscheidung war es, den Vertrag von Alfredo nach der sensationellen Zweitligameisterschaft zu verlängern. Seither sind 3 Jahre vergangen und im Sommer steht erneut eine Entscheidung aus. Für mich steht außer Frage, dass wir auch für die Zukunft auf unseren Alfi bauen sollten. Nicht zuletzt eben auch, weil er jetzt im Zusammenspiel mit Christian Träsch auch immer wieder offensiv agieren und so seine Talente voll ausschöpfen kann. Er bringt alles mit, was wir auf der Schanz brauchen: Für ein weiteres Jahr Aufstiegskampf, oder für den Kampf in Liga 1.

Jana-Caro127Den Beitrag verfasste Caroline Seibert. Die 25-jährige aus Pfaffenhofen absolviert eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Sie ist seit 2009 Fan des FCI und seit 2011 regelmäßige Stadiongängerin. Sowohl zuhause als auch zuhause.

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