Nur einer zeigt eine gute Leistung

Mit 3:0 hat der Tabellenführer Fortuna Düsseldorf gegen unsere Schanzer gestern gewonnen. Mit dem 3:0 muss man aus FCI-Sicht sogar noch zufrieden sein. Genau ein Spieler hat gestern eine gute Leistung gezeigt und das war unser Torhüter. Zeit das Spiel nochmal zu Analysieren.

Als „ausgeglichen“ bezeichneten sowohl Friedhelm Funkel als auch Stefan Leitl die Partie auf der Pressekonferenz. Das kann man leider so nicht unterschreiben. Der FCI hat gegen den Tabellenführer eine richtige Bauchlandung hingelegt und über weite Phasen des Spiels eine sehr mangelhafte Leistung gezeigt.

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33.000 Zuschauer lieferten eine erstligawürdige Kulisse

Zu Beginn war die Partie recht ausgeglichen, doch dann drehte die Fortuna auf. Nach einem Freistoß, löste sich Hertha-Leihgabe Haraguchi und spielte quer zu Hennings. Der hatte keine Mühen und schob zum 1:0 ein. Die FCI-Abwehr pennte total und stand regelrecht Spalier bei der Führung der Fortuna. Offensiv viel den Schanzern wenig bis nichts ein. In der 35. Minute kam der FCI zu seiner ersten Chance, doch Pledls Kopfball ging über das Tor. Wenige Minuten später netzte der Gastgeber abermals ein. Nach einer Ecke hatte Gießelmann keine Probleme zum 2:0 zu erhöhen. Christian Träsch verschlief das Kopfballduell total.

Zeigte eine gute Leistung trotz drei Gegentoren: Nyland

Nach der Pause drehte Düsseldorf richtig auf. Die Schanzer fanden kein Mittel die Offensivaktionen einzudämmen. Zu zaghaft in den Zweikämpfen und mit wenig Kampf überließ nun unser Team den Düsseldorfern das Feld. Haraguchis Abschluss parierte Nyland, Klasse. So verhinderte der Norweger das vorzeitige 3:0. Doch das dritte Tor für Düsseldorf ließ nicht lange auf sich warten. Wieder Ecke, Gießelmann köpfte an den Innenpfosten und Bormuth staubte ab. Der dritte Standardgegentreffer innerhalb eines Spiels für die Schanzer. Der Japaner Haraguchi hatte dann noch die Möglichkeit das Ergebnis auf 4:0 zu erhöhen. Haraguchi tanzte Schröck aus und fand allerdings in Nyland seinen Meister. Der Norweger verhinderte eine deutlich höhere Niederlage für die Schanzer. Über ein 4:0 oder 5:0 hätte sich der extrem schwach auftretende FCI sich nicht beschweren dürfen. Kurz vor dem Ende hätte Lezcano verkürzen können, doch er zögerte beim Abschluss zu lange. Den Nachschuss konnte Düsseldorfs Schlussmann halten.

Zeigten sich kämpferischer die Düsseldorfer

Auffallend ist aktuell die große Standardschwäche. Der FCI kassiert aktuell zu viele Gegentore durch Standards. Im Gegenzug verwertet der FCI seine eigenen Standards viel zu mangelhaft. Die Ecken verpuffen und die Freistöße ebenfalls. Letzte Saison waren die Standardsituationen das große Pfund im Abstiegskampf. Zwischenzeitlich sah es fast danach aus, als könnten die Schanzer diese Stärke wieder reaktivieren.

Nach dieser wirklich größtenteils desolaten Leistung, muss man sich bei Nyland bedanken der einen klasse Job gemacht hat. Die Abwehr präsentierte sich total passiv. Auch der Rest der Mannschaft ließ alle für die zweite Liga wichtigen Tugenden (leider wieder einmal) vermissen. Diese Leistung ist auch deswegen schleierhaft, weil die Schanzer gegen Nürnberg eine sehr gute zweite Hälfte spielten.

Für den Rest der Saison kann nur noch die Divise gelten: erstmal flott den Klassenerhalt sichern und dann noch drei gute Spiele abzuliefern. Am Sonntag bittet Holstein Kiel zum Tanz. Die Kieler wollen aufsteigen und haben heute Nürnberg zu Hause zu Gast. Mit so einer Leistung wird das allerdings nichts mit Punkten gegen die „Störche.“

Für die kommende Saison zeigen sich jetzt mehr denn je die Baustellen bei denen auf dem Transfermarkt reagiert werden muss. Außenverteidiger, zentrales Mittelfeld und Angriff. Mit ein, zwei Transfers wird es nicht getan sein. Die Schanzer müssen im Sommer einen großen Schnitt im Kader machen. Die Mannschaftsteile müssen allesamt verstärkt werden, sodass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Und mit Saisonzielen sollte sich die sportliche Leitung kommende Saison auch bedeckt halten. Denn die zweite Liga erwartet wahrscheinlich mindestens zwei Bundesliga-Giganten. Die Spieler selbst haben jetzt nochmal drei Spiele Zeit, ihr Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen.

Gegen Kiel muss jedenfalls eine ganz andere Leistung her, sonst haben die ambitionierten „Störche“ kein Problem, die Punkte mitzunehmen.

Bilder Roland Geier

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