Mission 5. Stern: Löw wird wissen was er tut

Joachim Löw war schon immer für Überraschungen bei seinen Nominieren zu Turnieren gut. Auch dieses Mal überraschte er die Fachwelt.

Leory Sane gilt aus hoffnungsvollstes Talent im Mittelfeld. Ein pfeilschneller, technisch visierter Außenbahnspieler. Ein Spieler den Deutschland nur selten hervorbringt. Bei Schalke lernte der junge Kerl das Fußball spielen, wechselte nach einer starken Debüt-Saison bei den Knappen auf die Insel zu Manchester City. Dort setzte er sich durch und wurde zum besten Jugendspielers der Premier League der Saison gewählt.

Doch letztlich muss Sane daheimbleiben. Er wurde zusammen mit Jonathan Tah, Nils Petersen und Bernd Leno aus dem WM-Kader gestrichen.

Sane ist die größte Überraschung. Allerdings überzeugte er nicht bei den Länderspielen gegen Brasilien und Österreich. Und wie sich der Jungspund im Trainingslager präsentiert hat, lässt sich nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt hier der Hund begraben. Löw meinte auf der Presskonferenz: Sane sei noch nicht so weit. Trotzdem eine herbe Überraschung.

Doch Löw war stets für Überraschungen bekannt. Überraschend war 2014 auch die Nominierung von Lukas Podolski. Letztlich hat bei den letzten Turnieren auch immer richtig gemacht. Das DFB-Team war seit 2006 immer mindestens im Halbfinale bei Europa- und Weltmeisterschaften. Seit 2010 leitet Löw die DFB-Elf hauptverantwortlich.

Doch trotzdem wird das Leistungsprinzip außen vor gelassen. Manuel Neuer, wieder genesen und gegen Österreich im Tor, wird sicher die Nummer eins. Ter Stegen der eine tolle Saison mit Barcelona gespielt hat, bleibt auf der Bank. Sane bleibt außen vor beim WM-Kader. Es sind schon durchaus Entscheidungen mit Zündstoff. Neuer ist allerdings auch Spielführer des DFB-Teams.

Trotzdem hat der WM-Kader Deutschlands eine gute Mischung eine tolle Substanz. Weltmeister, junge Spieler und Neulinge. Ein Rundum-Paket. Trotzdem wird wie es immer, dann die große Kunst sein, dass das Team die Leistungen auch auf dem Platz bringt. Auch hierfür ist Löw bekannt. Hoffentlich ist das auch dieses Mal so.

 

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4 Kommentare zu „Mission 5. Stern: Löw wird wissen was er tut

  1. Leider gibt es bei Joachim Löw immer den faden Beigeschmack, dass Leistung kein oder zumindest ein unwichtiger Faktor bei der Kaderentscheidung ist.
    Petersen und Wagner sitzen zu Hause, Mario Gomez ist mit dabei. Muss man nicht verstehen, aber Gomez kennt Löw schon seit Jahren, hat seine Verdienste und fährt einfach mit.
    Sané ist „Rookie of the Season“ in der zweitstärksten Liga der Welt. Sebastian Rudy setzt sich in München nicht durch in seiner ersten Saison und ist in Russland eingebucht. Manuel Neuer und Kevin Trapp spielen kaum, sind aber dabei. Ter Stegen spielt, wie du erwähnt hast, brilliant in Barcelona und Leno zumindest eine konstante Saison. Leno ist raus, die beiden ausgeruhten Neuer und Trapp sind dabei. Natürlich gibt es Härtefälle und es müssen auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden. Sané hat in den letzten Wochen und Monaten stark abgebaut und wurde nicht nur in den Länderspielen immer schwächer. Auch Ilkay Gündogan, der neue Freund des türkischen Präsidenten, hat keine Bäume mehr ausgerissen, als nach der gesicherten Meisterschaft Manchester Citty alle weiteren Titelträume entrissen wurden.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Löw weiß, was er tut. Es gefällt mir nur meistens nicht.

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