Vom Lieblingsgegner zum roten Tuch

Am Sonntag reist der FCI tief in den Westen. Tief in den Westen, dort wo meiner Ansicht nach das wahre Herz des deutschen Fußballs schlägt. Im Ruhrstadion tritt der FCI beim VfL Bochum an. Die Bochumer waren einst der Lieblingsgegner der Schanzer. Doch das hat sich geändert. Ich würde mittlerweile schon sagen, dass die Bochumer ein rotes Tuch für die Schanzer sind.

Zwölfter gegen Sechsten. Das hört sich nach einer klaren Sache an. Doch trotz eine verhältnismäßigen schwachen Starts trennen FCI und Bochum nur zwei Punkte in der Tabelle. Die Schanzer wollen unbedingt jetzt richtig durchstarten in der Saison. Das Bochum-Spiel wird wie ein Multiplikator wirken. Bei einer Niederlage wird die Kritik am Klub, insbesondere an Trainer Stefan Leitl weiter zunehmen und der Druck steigen. Bei einem Sieg kehrt Ruhe ein und vielleicht beginnt dann auch eine kleine Begeisterungswelle. Und auch die Trainer-Diskussion würde sich damit erledigen.

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Er traf viermal insgesamt gegen Bochum: Stefan Leitl

Der VfL Bochum zählt zum weiteren Aufstiegsfavoritenkreis. Bisher sieht es für den VfL auch ganz gut aus. Nach vier Spielen kann Bochum sieben Punkte auf der Sollseite verbuchen. Bochum war für den FCI eigentlich immer eine gemähte Wiese. Doch mittlerweile ist der FCI seit drei Liga-Spielen gegen Bochum sieglos. Der letzte Sieg datiert vom 29.11.2014, damals gewann der FCI mit 3:0. Bochum war zweifelsohne ein Lieblingsgegner der Schanzer. Von neun Partien verloren die Schanzer nur eine. Die einzige Partie die verloren ging, endete 3:5. Darunter waren allerdings FCI-Siege mit 4:1, 3:0 und 3:0. Erst am 10.05.2015 kratzte das Image des Lieblingsgegners gewaltig. Ausgerechnet beim Matchball-Spiel um den Aufstieg verlor der FCI deutlich mit 3:1. Die Aufstiegsparty wurde vertagt, der Rest ist bekannt. Im Nachhinein hatte keiner etwas gegen diese Niederlage. Weil wer feiert schon gerne den ersten Bundesliga-Aufstieg seiner Geschichte auswärts? Nach zwei Jahren Bundesliga, kam es vergangene Saison dann wieder zu Aufeinandertreffen mit Bochum. Beide Partien verlor der FCI, ohne selbst ein Tor erzielt zu haben mit 0:2 und 0:1. Die Niederlage am 05.03 im Sportpark wird vielen noch in Erinnerung bleiben. Bei einem blutleeren Auftritt verlor der FCI völlig zu Recht. Und Lukas Hinterseer, wurde als Bochumer hämisch mit „Hinterseer Hey, Hey“ rufen gefeiert. Diese Partie war der vorläufige Höhepunkt der sportlichen Krise des FCI. Die Gesamt-Bilanz in zwölf Partien sind trotzdem recht gut aus für den FCI. Sieben Partien gewann der FCI, eine Partie endete Remis und viermal gewann Bochum (davon dreimal zuletzt in Folge).

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Zwei Aufstiegshelden jubeln mittlerweile für Bochum. Danilo Soares und Lukas Hinterseer. Sie sind Stammspieler bei Bochum

Also wird es höchste Zeit den Negativ-Trend zu stoppen. Die Bochumer kommen aktuell frisch daher. Die Bochumer schalten gut um, allerdings wackelt die Defensive doch ein wenig. Vier Gegentore in vier Spielen sind jetzt kein allzu großer Wert, allerdings zeugen sie auch nicht für sonderlich große Stabilität. Die Schanzer sollten sich also in Schach halten vor den schnellen Kontern der Bochumer. Ein offensiver Gegner könnte aber dem FCI entgegenkommen. Gegen defensiv agierende Gegner tat sich die Leitl-Elf stets schwer.

Die Startelf könnte ebenfalls interessant werden. Mit zwei Vorlagen hat Osawe eine starke Visitenkarte gegen Aue abgegeben, genauso Benschop der sich als „bereit“ einschätzt. Er wäre durchaus ein Startelf-Kandidat, vielleicht neben Röcher im Angriff. Man darf also gespannt sein, welche Elf Stefan Leitl im Ruhrstadion am Sonntag auf den Rasen schickt. Dann sind wir mal gespannt auf den Auftritt am Sonntag in Bochum, wenn wieder Herbert Grönemeyers „tief im Westen“, durch das Stadion hallt. Ich freue mich.

Und jetzt noch ein Fakt aus dem Bereich unnützes Wissen:

In der Saison 2012/2013 stand Michael Henke als Interimscoach an der Seitenlinie und gewann 1:0 in Bochum. Es war sein einziges Spiel als „Chef-Trainer“ beim FCI. Er ist damit der einzige FCI-Trainer in der Geschichte, der nie als Chef-Trainer ein Spiel verlor.

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