Die Mannschaft, ein Scherbenhaufen

Wie soll das nur weitergehen? Die Schanzer stehen auf einem Abstiegsplatz und auch die letzte Leistung gegen Union Berlin macht kaum Hoffnung auf bessere Zeiten. Ein positiver Blick nach vorne, fällt sehr schwer.

Die Schanzer sind nur noch ein Schatten seiner selbst. Gegen Union Berlin lieferte der FCI über weite Strecken eine bodenlose Leistung ab. Eine Leistung die einem wenig Hoffnung für Besserung machen lässt. Es lässt sich durchaus die Frage stellen, gegen welchen Gegner will diese Mannschaft überhaupt Punkte holen.

Hoffnungsvoll war man in die Saison gestartet. Scheinbar gute Spieler wurden verpflichtet. Eigentlich auf allen Positionen wo Handlungsbedarf bestand. Doch bisher zeigt die Mannschaft nur ein Gesicht: nämlich gar keins. Alexander Nouri wurden mit den Partien gegen Köln und Union Berlin zwei schwere Aufgaben ins Körbchen gelegt. Kein leichter Einstand. Klar ist auch, dass seine Spielphilosophie noch nicht greifen kann. Doch es liegt nicht nur an einem System. Das Mannschaftsgefüge, so stellt sich nun immer mehr heraus ist das große Problem.

Das Leben ist kein Ponyhof. Im echten Leben gelten die gleichen Regeln wie im Leistungssport. Es wird grundsätzlich erstmal eines erwartet: seinen Job zu machen. Denn dafür wird man entlohnt. Diese grundsätzlich aktuell fehlerhafte Einstellung der Spieler zum Beruf, verärgert viele Fans. Das Wort „Tugenden“ hört man aktuell wieder von vielen Seiten. Dieses Wort hörte man aber auch schon nachdem Spiel in Magdeburg. Diese Tugenden muss man nicht verlangen, diese sollten eigentlich selbstverständlich werden. Doch aktuell ist nichts selbstverständlich. Die Mannschaft gibt ein jämmerliches Bild ab.

fb_img_1538479099683-1052247153.jpg
Schwerer Auftakt für Alexander Nouri. Erst in Köln dann zuhause gegen Union Berlin. Fotos: Roland Geier

Weitermachen mit einem Systemwechsel, kann und darf nicht die einzige Stellschraube sein, die Alexander Nouri dreht. Viel mehr muss tiefer ins Mannschaftsgefüge eingegriffen werden. Wechsel des Spielführers, Torwartwechsel und der Einsatz von den jungen Nachwuchsspielern. Die Mannschaft muss einen rauen Wind spüren. Raus der Komfortzone. Ein weiter so, kann es nicht geben. Und auch mit der ein oder anderen Spieler-Personalie muss auch mal gebrochen werden. Zumindest für einige Zeit. Sonny Kittel wirkt seit Wochen nicht anwesend, pomadig und lustlos. Thomas Pledl würde eine Pause genauso gut tun, wie Frederic Ananou. Der Jungspund braucht scheinbar noch mehr Entwicklungszeit, als anfangs angenommen. Allerdings reiht er sich auch in die bodenlosen Leistungen seiner Defensiv-Kollegen ein. Auch Marco Knaller zeigte zuletzt oft Unsicherheiten.

Vergangene Saison stimmten oftmals die Leistungen nicht. Was aber auch daran lag, dass der hochgelobte Kader, bei weitem nicht so stark war, wie anfangs angenommen. Allerdings hat die Mannschaft oftmals noch gekämpft. Jetzt hat man gute Fußballer an die Donau gelockt und es fehlt das selbstverständlichste diesen Sports: Kampfbereitschaft.

Werden auch die nächsten Spiele nicht gewonnen, könnte es richtig eng werden für den FCI. Der MSV Duisburg, letzte Jahr eine Überraschungsmannschaft hat jetzt einen Trainerwechsel vollzogen. Die Meidericher spielen keinen schlechten Fußball. Ihnen fehlt lediglich das Glück mal ein Tor zu machen. Keineswegs ist gesagt, dass die Zebras in zwei Wochen immer noch ganz unten stehen.

Das Spiel gegen Union Berlin sollte wirklich der allerletzte Glockenschlag gewesen sein. Denn sonst, geht der Verfall der Schanzer munter weiter.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s