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Staatsregierung lässt wieder Zuschauer zu

Fußballspiele können künftig wieder mit Zuschauern in Bayern stattfinden. Die Bayerische Staatsregierung erlaubt 25% der Zuschauerkapazität, maximal 10.000 Zuschauer:innen.

Auch für die Jugendarbeit (außerschulische Bildung) verabschiedet die Staatsregierungen endlich Erleichterungen: …“die in der Schule regelmäßig getestet werden, künftig generell – auch ohne Impfung oder weiteren Test – zur Jugendarbeit (insbesondere außerschulische Bildung) zugelassen werden…“

Die komplette Mitteilung finde ihr hier:

https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-25-januar-2022/?seite=5062

Es fehlen die Mittel

2:1 gegen Heidenheim, 2:0 gegen Darmstadt. Der FCI ist mit zwei Niederlagen in die Restrunde der 2. Bundesliga gestartet. Da Aue und Sandhausen ebenfalls nicht vom Fleck bekommen, ist tabellarisch nichts passiert. Doch nach den letzten beiden Auftritten sieht es immer mehr nach einer Abschiedstour der Schanzer aus.

Darmstadt als Tabellenzweiter hätte locker dreimal so viele Tore erzielen können. Die Lilien waren in allen Bereichen klar besser. Dem FCI gelang es nie das Spiel unter Kontrolle zu behalten. Gegen Heidenheim verschliefen die Schanzer die erste Hälfte des Spiels komplett. Hoffnung macht zur Zeit recht wenig. Auch der Blick auf den Spielplan offenbar, dass wird eine schier unglaubliche Mammutaufgabe sich irgendwie noch auf den Relegationsplatz zu hieven. Die nächsten Gegner heißen nämlich: Nürnberg und Bremen.

In keinem Mannschaftsteil ist aktuell eine Veränderung zu erkennen. Defensiv wirkt das Team nach wie wackelig, im Mittelfeld gibt es kaum Kreativität und vorne trabt Kutschke einsam umher. Hoch und weit auf Kutschke, das weiß jeder Zweitligist, kommt immer und wird dem nach konsequent unterbunden. Die Mannschaft wirkt einfach mittellos. Bemüht ist das Team, es wird auch versucht sich in die Zweikämpfe zu werfen. Doch man hat selten in einem Spiel das Gefühl, es läuft jetzt in unsere Richtung. Es fehlen die Mittel einfach auf kompletter Linie.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin schon ziemlich verzweifelt. Vielleicht geht ja irgendwie noch etwas. Aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen gegen wen. Schauen wir mal. Wenn wir absteigen, wundert es eh keinen.

Alle Bilder: Roland Geier

Stendera und Beister müssen gehen: richtig so.

Der FC Ingolstadt 04 nimmt personelle Einschnitte vor. Vor dem Jahresauftakttraining gab der FCI bekannt, dass Marc Stendera, Patrick Sussek, Maximilian Beister, Peter Kurzweg und Torwart Lucas Schellenberg Vereinswechsel nahe gelegt worden sind. Sie trainieren nicht mehr beim Team mit.


Der Klub gab eine Kaderverkleinerung bekannt und liefert sie. Sportlich sind die Entscheidungen bei Marc Stendera und Maximilian Beister durchaus nachvollziehbar. Trainer Rüdiger Rehm und die sportliche Leitung wollen ein klares Zeichen an den Restkader senden. Wer jetzt dem großen Wunderziel Klassenerhalt nicht alles unterordnet, fliegt.

Marc Stendera blieb insbesondere in dieser Saison vieles schuldig. Das einstige Wunderkund von Eintracht Frankfurt konnte kein Tor erzielen und bereitete keinen Treffer vor. Oftmals hatte man bei Stendera auch den Eindruck, das Mitarbeiten in der Defensive nicht sein Ding ist. Bei Ballverlusten wirkte er oft trotzig und nicht entschlossen den Ball wieder zurück zu erobern. Auch seine Standards waren schlichtweg eine Katastrophe. Doch auch hier zeigten sich keine Verbesserungen, obwohl Schwächen hier offensichtlich waren. Auch bei Hannover 96 endete sein Engagement bereits früh (September 2019 – Juni 2020), jetzt muss er sich abermals einen neuen Klub suchen.


Die Personalie Maximilian Beister ist wohl die umstrittenste. Nach langen Fordern der Fans bekam Beister Einsatzzeit. Er sorgte für mehr Zug Richtung Tor, doch treffen konnte der Stürmer nicht. Nachdem Beister im Derby gegen Regensburg ein Abseitstor erzielte, wurde Trainer André Schubert auf der Pressekonferenz gefragt, warum er Beister nicht öfters die Chance gebe. Schubert verwies dabei auf seine Trainingsleistungen. Man steckt zu 100 Prozent in der Sache drin. Doch schlechte Trainingsleistungen sind einem schön öfters von verschiedenen Seiten über Beister zu Ohren gekommen. Nach neun Einsätzen in dieser Saison, mit einer Vorlage endet seine Zeit beim FCI nun vorzeitig. Insgesamt brachte es Beister, der bei Düsseldorf und beim HSV seine beste Zeit hatte auf 51 Einsätze und acht Tore im Trikot der Schanzer.


Peter Kurzweg kam in dieser Saison fast gar nicht mehr zum Zug. Patrick Sussek ist eine bittere Personalie, nach seiner Langzeitverletzung muss der gebürtige Ingolstädter nun sich einen neuen Verein suchen. Extrem schade, aber nachvollziehbar aus Klubsicht.


In der Defensive verlässt Jan-Hendrik Marx die Schanzer gen Drittligist Braunschweig. Marx konnte beim FCI nie richtig Fuß fassen. Justin Butler soll beim Drittligisten Waldhof Mannheim Spielpraxis sammeln. Leihgabe Andreas Paulsen von Borussia Mönchenglachbach wird aller Voraussicht nach laut Kicker wieder zu den Fohlen zurückkehren.

Von angezählt kann bei Buntic zwar nicht die Rede sein. Stojanovic wird aber sich aber nicht aus Jux und Tollerei an die Donau verleihen haben lassen. Bilder: Roland Geier

Fragezeichen rief auch der Transfer des Torhüters Dejan Stojanovic hervor. Stojanovic kommt als Leihspieler vom FC Middlesbrough inklusive Kaufoption. Bei St. Pauli absolvierte er vergangene Saison 19 Spiele. Beim englischen Zweitligisten Middlesbrough ist der Torwart nordmazedonisch-österreichischer Herkunft noch nicht angekommen. Stojanovic könnte einen möglichen Kampf um die Nummer 1 anschüren. Robert Jendrusch durfte bisher einmal für Fabijan Buntic ran. Gegen Hansa Rostock zeigte Jendrusch eine gute Leistung. Insbesondere beim Rausgehen zeigte er seine Stärken. Stärken über die Buntic nicht verfügt. Buntic ist auf der Linie brutal stark, beim Rausgehen und bei der Strafraumbeherrschung bei Ecken wirkt er oftmals nicht so souverän. Gut möglich, dass Rüdiger Rehm bei den Torhütern richtig Feuer reinbringen möchte und nun einen Torhüterwettkampf ausruft.
Bekanntermaßen gehören Torhüterwechsel bei neuen Trainern durchaus zu den klassischen Moves. Hierarchien aufbrechen, Wettbewerb schüren, Kampf im Training auslösen. Aus Jux und Tollerei wird Stojanovic jedenfalls nicht an die Donau gekommen sein.

Mehr Optionen bekommt der FCI durch Fatih Kaya, Yassin Ben Balla und Canaggia Elva. Alle drei sind nun wieder voll im Trainingsbetrieb.

Personell ist also beim FCI vieles in Bewegung. Vor harten personellen Entscheidungen schrecken Dietmar Beiersdorfer und Trainer Rüdiger Rehm nicht zurück. Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft. Ob es die Maßnahmen auch Punkte bringen wird sich zeigen. Doch die Grundrichtung stimmt Rüdiger Rehm hat nur bis zum 16. Januar Zeit mit der Mannschaft zu arbeiten. Dann soll die Aufholjagd beginnen, beim 1. FC Heidenheim.

Auf in die Winterpause

Deckel drauf. Nach der schlechtesten Hinrunde die ein Zweitligist seit der Jahrtausendwende gespielt hat, hat der FCI gegen Dynamo Dresden mit dem 3:0 gewonnen. Der Rückstand ist nach wie vor riesig. Jetzt haben Beiersdorfer und Sternisa angekündigt, dass der Kader gestrafft werden soll. Laut Donaukurier sollen die Leihen von Andreas Paulsen und Nassim Boujellab vorzeitig enden. Außerdem sollen noch weitere Spieler abgegeben werden. Zielgröße sind 25 – 26 Spieler. Neue Spieler sollen nur verpflichtet werden, wenn sie geimpft sind. Außerdem wird zweigleisig geplant. Ein möglicher Abstieg wird im Wintertransferfenster mit eingepreist.

Also macht mal Schanzer. Ich bin jetzt ehrlich gesagt froh, dass die Winterpause ist. Und dann schauen wir mal wie der FCI aus den Startlöchern kommt.

Euch lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest. Kommt gut rüber ins neue Jahr. Wir lesen uns!

Die Coronafälle gefährden den Spielbetrieb

Mit einer dezimierten Mannschaft trat der FC Ingolstadt 04 in Rostock an. 15 Personen befanden sich in Quarantäne bei den Spielern fehlten Fabijan Buntic, Marc Stendera, Maximilian Beister, Denis Linsmayer, Michael Heinloth, Dominic Franke, Filip Bilbija, Merlin Röhl und Rico Preißinger. Malte Metzelder sprach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel von Personen „die nicht vollständig geimpft sind.“ Näheres war nicht zu erfahren. Metzelder sagte aber auch: „Ich hoffe, dass ein Impuls kommt, sich das zu überlegen.“ Diese Aussage oder wie der Donaukurier schrieb „ein Impf-Appell light“ lassen da schon mehr Interpretationsspielraum.

Das eine Impfung nicht nur sich selbst schützt, sondern auch seine Mitmenschen ist bekannt. Die aktuelle vierte Welle die durch das Land rollt ist eine Pandemie der Ungeimpften. Jeder kann in sein persönliches Umfeld blicken. Jeder wird ein:e Ungeimpft:e kennen. Also warum sollte das im Fußball nicht anders sein? Wir sind alle eine Gesellschaft.

In meinem Unternehmen galt bereits vor der bundesweit eingeführten 3G-Regel ein strenges Testregime. Auch Geimpfte müssen sich täglich testen. Wer einen Test verweigert, wird unbezahlt nachhause geschickt. Und dieses strenge Testregime hat schon zahlreiche mögliche großflächige Personalausfälle verhindert. Denn durch unser Unternehmen rollen gerade die Inventurwellen. In die Inventur stecken von vielen Mitarbeiter:innen jede Menge Arbeit und Anstrengung. Kraftakt wäre wohl die bessere Beschreibung dafür. Leichtsinn und Corona-Infektionen gefährden den Geschäftsbetrieb.

Die DFL durfte nur dank eines strengen Hygienekonzepts den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Doch testen ist das eine. Aber impfen verhindert Infektionen. Die beste Teststrategie bringt nichts, wenn es genügend Personen gibt die sich nicht impfen lassen.

Im Fußball wird der Spielbetrieb gefährdet. Für den FCI kamen die Coronafälle zur Unzeit. Abgeschlagen auf dem letzten Platz vor nun zwei weiteren wichtigen Spielen gegen Hannover 96 und Dynamo Dresden. Das ganze gepaart mit einem hundsmiserablen Punkteschnitt von Trainer André Schubert. Der Trainer von Jackwerths Gnaden wird sich nur über die Winterpause hinaus retten können, wenn das Team mindestens vier Punkte bis zur Winterpause holt. Denn nur Punkte können die aktuell große klaffende Lücke auf den Relegationsplatz und den ersten Nichtabstiegsplatz schließen.

Die genauen Impfstatus der Spieler gehen im Zweifel keinen etwas an. Aber fakt ist, jeder ungeimpfte Spieler erhöht das Risiko für Infektionen und auch für Quarantäne-Maßnahmen. Neben zahlreichen Spielern die fehlen (Langzeitverletzte) und der ohnehin katastrophalen sportlichen Situation, kann das der FCI nicht gebrauchen. Über disziplinarische Maßnahmen (Gehaltskürzungen oder zeitweise Freistellungen) sollte nachgedacht werden.

Ungeimpfte muss das Land und ein Rechtstaat aushalten. Eine Impfpflicht wird nach Ankündigung des designierenden Bundeskanzlers Olaf Scholz im März 2022 kommen. Doch so eine hohe Zahl von Ungeimpften muss unser Land nicht aushalten. Ich als Geimpfter schon gar nicht. Ich habe für Ungeimpfte kein Verständnis, Ausnahme sind natürlich diejenigen die sich krankheitsbedingt nicht impfen können. Und schon gar nicht verstehe ich es, wenn der Ligaerhalt meines Klubs dadurch akut gefährdet wird.

Die passende Antwort im Falle einer Niederlage hatte der Twitter-Acount „Schanzer Live“ ja bereits vor dem Spiel parat. Wenn der FCI verliert, waren es „unfaire Umstände.“ Diese unfairen Umstände haben aber Personen herbeigeführt die sich nicht impfen lassen wollen. Nicht das Schicksal, nicht die DFL und auch nicht Hansa Rostock. Die Verantwortung liegt bei jedem Spieler, bei jede:r Mitarbeiter:in im Klub selbst. Wenn wir gewonnen hätten, hätten wir wohl ein Wunder gefeiert. Klar ist auch, dass dieser Punkt im Rostock mehr als schmeichelhaft war. Hansa hatte ein Dutzend von Chancen. Die Schanzer hatten mit ihrem dezimierten Kader mehr Glück als Verstand.

Der FCI muss nachbessern, der FCI muss überzeugen und zur Not auch disziplinarische Konsequenzen ziehen. Als würde die sportliche Misere nicht schon reichen, gefährdet Corona im Klub nun das Klassenziel.