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Rehm geht mit Stürmern hart ins Gericht

Am kommenden Freitag könnte das endlich Tatsache werden, was sich seit Wochen andeutet: der Abstieg der Schanzer aus der 2. Bundesliga.

Und nun beginnt auch die Zeit der kritischen Aufarbeitung. Ein Grund warum die Schanzer am Ende wohl sang- und klanglos sich wieder verabschieden liegt im Angriff.

Lediglich 26 Tore erzielten die Schanzer in 30 Spielen (Torschnitt 0,86 / Spiel). Damit stellt der FCI die schlechteste Offensive der Liga. Die Kellerkinder Aue (29) und Dresden (28) stehen nur ein bisschen besser da. Sandhausen konnte immerhin schon 34-mal treffen.

Erschreckender wird die Bilanz, wenn man sich ansieht wer die Tore erzielt hat. Filip Bilbija, eigentlich Mittelfeldspieler traf fünfmal und ist damit Rekord-Torschütze in dieser Saison. Fatih Kaya traf dreimal, Dennis Eckert Ayensa, Stefan Kutschke und Patrick Schmidt (je zweimal). Also fielen streng genommen insgesamt 9 Stürmer-Tore.

Bei Ligakonkurrent Dynamo Dresden erzielte der Immendorfer Christoph Daferner alleine schon 12 der 28 Dynamo-Tore. Beim SV Sandhausen netzte Pascal Testroet 9-mal ein.

Die Offensivschwäche ist nur eine Ursache von vielen warum der FCI seit Wochen dem Abstieg entgegentaumelt. Mit den Stürmern ging Rüdiger Rehm auch nachdem Paderborn-Spiel hart ins Gericht. Wer bleibe, ist noch unklar. Auf jeden Fall muss im Angriff dringend etwas unternommen werden in Hinblick auf die neue Saison. Zu Florian Picks verstolpern konnte Rehm nur „dafür gibt es keine Erklärung“, sagen. Über Eckert Ayensas Beschweren bei der Auswechslung frage er sich ob es den Spielern aktuell überhaupt gelingt sich für andere Klubs zu empfehlen.

Selbst in den Seuchensaisons 2008/2009 (Abstieg aus der 2. Liga) traf der FCI 38-mal 2018/2019 (Abstieg Relegation) sogar 43-mal. Und auch beim Abstieg aus der 1. Bundesliga gelangen den Schanzern 36 Tore.

Die Schanzer Offensive ist also historisch schlecht. Die sportlichen Verantwortlichen Malte Metzelder und Dietmar Beiersdorfer werden hoffentlich schon fleißig auf Stürmersuche sein… In der Torschützenliste der 3. Liga finden sich jedenfalls einige spannende Kandidaten.

Es fehlen die Mittel

2:1 gegen Heidenheim, 2:0 gegen Darmstadt. Der FCI ist mit zwei Niederlagen in die Restrunde der 2. Bundesliga gestartet. Da Aue und Sandhausen ebenfalls nicht vom Fleck bekommen, ist tabellarisch nichts passiert. Doch nach den letzten beiden Auftritten sieht es immer mehr nach einer Abschiedstour der Schanzer aus.

Darmstadt als Tabellenzweiter hätte locker dreimal so viele Tore erzielen können. Die Lilien waren in allen Bereichen klar besser. Dem FCI gelang es nie das Spiel unter Kontrolle zu behalten. Gegen Heidenheim verschliefen die Schanzer die erste Hälfte des Spiels komplett. Hoffnung macht zur Zeit recht wenig. Auch der Blick auf den Spielplan offenbar, dass wird eine schier unglaubliche Mammutaufgabe sich irgendwie noch auf den Relegationsplatz zu hieven. Die nächsten Gegner heißen nämlich: Nürnberg und Bremen.

In keinem Mannschaftsteil ist aktuell eine Veränderung zu erkennen. Defensiv wirkt das Team nach wie wackelig, im Mittelfeld gibt es kaum Kreativität und vorne trabt Kutschke einsam umher. Hoch und weit auf Kutschke, das weiß jeder Zweitligist, kommt immer und wird dem nach konsequent unterbunden. Die Mannschaft wirkt einfach mittellos. Bemüht ist das Team, es wird auch versucht sich in die Zweikämpfe zu werfen. Doch man hat selten in einem Spiel das Gefühl, es läuft jetzt in unsere Richtung. Es fehlen die Mittel einfach auf kompletter Linie.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin schon ziemlich verzweifelt. Vielleicht geht ja irgendwie noch etwas. Aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen gegen wen. Schauen wir mal. Wenn wir absteigen, wundert es eh keinen.

Alle Bilder: Roland Geier

Ein rasantes Spiel ohne Sieger

Dieses Spiel wird mir wahrscheinlich für immer in Erinnerung bleiben. Es war das Spitzenspiel in der zweiten Liga. Der Erste gegen den Zweiten. Über 14.300 Zuschauer waren im Böllenfalltor um das Spiel der beiden Überraschungsmannschaften der Liga zu sehen. Nürnberg, Düsseldorf, Leipzig, Union Berlin und Kaiserslautern waren Teil der zweiten Liga. Aber nicht diese Teams machten das Aufstiegsrennen unter sich aus. Sondern die Schanzer und Darmstadt zogen oben ihre Kreise. Denn vor dem Spitzenspiel am 18. Spieltag lag der FCI bereits sieben Punkte vor dem Zweiten Darmstadt. Der Vorsprung auf den Dritten Karlsruhe und Vierten Braunschweig betrug neun Punkte.

Behrens brachte die Lilien nach sieben Minuten in Führung, ehe Pascal Groß per direkten Freistoß antwortete. Sein Jubel in Richtung der Heimfans, sorgte auch dafür, dass die Stimmung im Böllenfalltor richtig kippte. Das Stadion wurde zu einem Hexenkessel. Stefan Lex sorgte fünf Minuten vor dem Pausenpfiff mit seinem Heber für die 2:1-Führung. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Denn Marcel Heller glich in der 54. Minute zum 2:2 aus. An Gelben Karten mangelte es in der Partie ebenfalls nicht. Und an Chancen das Spiel zu entscheiden ebenfalls nicht. In den letzten Minuten merkte man deutlich wie das Spieltempo deutlich sank. Beide Teams warfen alles ins Spiel und waren schlichtweg platt.

Ein würdiges Spitzenspiel mit viel Tempo, Kampf und Leidenschaft. Am Ende stieg der FCI als Zweitligameister in die Bundesliga auf, Darmstadt folgte als Zweiter. Beide Teams hielten sich zwei Jahre im Oberhaus, ehe sie Hand in Hand wieder zusammen abstiegen.

Die Spiele zwischen den Lilien und den Schanzern waren stets für viele Tore gut. Insgesamt fielen in 12 Spiele, 38 Tore, was einem Schnitt von 3,16 Toren entspricht. Die torreichsten Partien waren zwei 3:0-Siege, ein 3:1 und ein 3:2. Der FCI ist im Übrigen für den SVD ein Angstgegner. Nur ein Spiel konnte Darmstadt bisher gegen uns gewinnen.

Das Spitzenspiel in der Aufstiegssaison hat sich jedenfalls bei mir für immer ins Gedächtnis gebrannt. Ein wahrhaftiges Spitzenspiel, in dem zwei tolle Gegner die Klingen kreuzten.

Auf in die Super League!

Gefühlt verging keine Zeit zwischen dem Aufstieg und dem Saisonauftakt, der Samstag ins Haus steht. Was vielleicht auch an der EM lag, aber hauptsächlich lag es an dieser megageilen 2. Bundesliga. Die 2. Liga ist gespickt mit nominellen Erstligisten. Das wird ein Fest. Aber auch eine mega große Aufgabe hier den Klassenerhalt zu schaffen.

Was außerdem richtig Vorfreude macht ist der personelle Schnitt der vorgenommen wurde. Mit Michael Henke und Tomas Oral wurden zwei alte Zöpfe abgeschnitten. Roberto Pätzold wurde als neuer Cheftrainer berufen und Ex-Schanzer Malte Metzelder bringt seine sportliche Expertise ein.

Nachdem es angeblich zwischen einigen Spielern und Ex-Trainer Oral immer wieder gekracht haben soll, könnte Roberto Pätzold die Mannschaft entfesseln. Sein Spiel soll aktiver werden und auch kreativer. Auf dem Transfermarkt agierte der FCI bisher eher defensiv. Yassin Ben Balla (defensives Mittelfeld) und Jan-Hendrik Marx (Rechter Verteidiger) kamen bisher. Handlungsbedarf sieht die sportliche Leitung noch in der Innenverteidigung. Im Sturm wird man scheinbar nicht tätig werden. Es bleibt abzuwarten, wer noch verpflichtet wird. Aber eine Reihe von Verstärkungen kann man nicht mehr erwarten. Was auch nicht zwingend notwendig ist.

Samstag geht es endlich wieder los! Zurück in Liga zwei, mit jede Menge attraktiven Gegnern und tollen Spielen. Und umso schöner: endlich wieder mit Zuschauern.

Die neue Saison kann kommen!

Alle Bilder: Roland Geier

Mein Wunschzettel an die Schanzer

Unsere Schanzer sind endlich wieder zweitklassig. Die Super League ist gespickt mit eigentlichen Erstligisten. Und weil träumen und rumspinnen ja Teil des Geschäfts sind, hier meine Wunschliste für die kommende Saison:

Fatih Kaya schießt zuhause gegen den HSV ein Kopfball-Tor

Kann man mal machen: Kaya trifft bei seinem Debüt zum ersten Mal für den FCI. Bild: Roland Geier

Gegen den Hamburger SV feierte Fatih Kaya sein Profi-Debüt. Und erzielte beim Debüt gleich sein erstes Profi-Tor. Also mach es zuhause gegen den HSV nochmal Fatih! 

Der FCI siegt gegen Schalke 04

Gegen Schalke 04 absolvierte der FCI sein vorerst letztes Bundesliga-Spiel zuhause. Das Spiel endete 1:1. Beim ersten Auftritt der Knappen in Ingolstadt, ging Schalke mit 3:0 unter. Also ein gutes Omen. Der FCI ist ungeschlagen gegen S04 zuhause. Das soll so bleiben! 

Gegen Werder Bremen gewinnt der FCI mit 4:2

Viermal Kruse und der Werder-Sieg war eingetütet. 4:2 verlor der FCI zuhause am 30. Spiel gegen Werder Bremen im Sportpark. Die Bremen-Fans sangen: Europapokal. Denn Werder war den Europapokal-Plätzen richtig nahe. Jetzt sind einige Jahre später Werder Zweitligist. Generell braucht uns gegen Werder nicht angst und bange werden. Denn von insgesamt vier Partien, verlor Ingolstadt zwei. Zweimal konnte man gewinnen. Zuhause wird der FCI nun die 4:2-Pleite ausmerzen mit einem 4:2. Die Tore erzielen: Kaya, Bilbija (2) und Ayensa 

Gegen Sandhausen rumpeln die Sandhäuser Verteidiger mal zusammen

2:1, 4:0, 0:0, 1:0, 1:3. Seit 2014 gewann der FCI nicht mehr gegen den SV Sandhausen. Beim 4:0 wurde ein Meme legendär, bei dem sich zwei FCI-Verteidiger gegenseitig über den Hauf rannten und umfielen wie Bäume. In dieser Saison lässt die FCI-Offensive, mal zwei Sandhäuser zusammenrumpeln und besiegt den Kurz-Fluch gegen den SVS. 

Die Ausweichtrikots werden nicht weiß 

Mathew Leckie hat zum 1:0 zugeschlagen. Benjamin Hübner freut sich

Zwei Saisons in Folge lief der FCI in weißen Ausweichtrikots auf. Immer mit bisschen Muster. Doch dieses Mal sollte mal es mal wieder ein Knaller-Ausweichtrikot werden. Vielleicht wieder was Dunkelblaues, wie zu Bundesliga-Zeiten? 

Zwei Derbysiege gegen den Jahn

Seit dem 19.04.2013 wartet der FCI auf einen Derbysieg. Noch Fragen? 

Die Relegationen überlässt der FCI jemand anderen 

Die Relegation darf nach der kommenden Saison jemand anders spielen. Wir werden es nicht sein. Was den Keller angeht, soll der FCI über beiden Strichen landen.

Die jungen Wilden gehen in der 2. Liga den nächsten Schritt

Buntic, Bilibja, Röhl, Kaya und Co. sollen in der zweiten Liga den nächsten Schritt machen. Dafür ist Geduld erforderlich, keine Frage. Doch mit der Veranlagung und diesem Trainer, werden sich beide Spieler definitiv weiterentwickeln und Stützen im Schanzer Spiel bleiben.