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Es fehlen die Mittel

2:1 gegen Heidenheim, 2:0 gegen Darmstadt. Der FCI ist mit zwei Niederlagen in die Restrunde der 2. Bundesliga gestartet. Da Aue und Sandhausen ebenfalls nicht vom Fleck bekommen, ist tabellarisch nichts passiert. Doch nach den letzten beiden Auftritten sieht es immer mehr nach einer Abschiedstour der Schanzer aus.

Darmstadt als Tabellenzweiter hätte locker dreimal so viele Tore erzielen können. Die Lilien waren in allen Bereichen klar besser. Dem FCI gelang es nie das Spiel unter Kontrolle zu behalten. Gegen Heidenheim verschliefen die Schanzer die erste Hälfte des Spiels komplett. Hoffnung macht zur Zeit recht wenig. Auch der Blick auf den Spielplan offenbar, dass wird eine schier unglaubliche Mammutaufgabe sich irgendwie noch auf den Relegationsplatz zu hieven. Die nächsten Gegner heißen nämlich: Nürnberg und Bremen.

In keinem Mannschaftsteil ist aktuell eine Veränderung zu erkennen. Defensiv wirkt das Team nach wie wackelig, im Mittelfeld gibt es kaum Kreativität und vorne trabt Kutschke einsam umher. Hoch und weit auf Kutschke, das weiß jeder Zweitligist, kommt immer und wird dem nach konsequent unterbunden. Die Mannschaft wirkt einfach mittellos. Bemüht ist das Team, es wird auch versucht sich in die Zweikämpfe zu werfen. Doch man hat selten in einem Spiel das Gefühl, es läuft jetzt in unsere Richtung. Es fehlen die Mittel einfach auf kompletter Linie.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin schon ziemlich verzweifelt. Vielleicht geht ja irgendwie noch etwas. Aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen gegen wen. Schauen wir mal. Wenn wir absteigen, wundert es eh keinen.

Alle Bilder: Roland Geier

Gästeblock: „…euer letzter Trumpf namens (M)Oral…“

Ralf Panzer, Lilien-Fan und Autor des Buches „Die Blüten der Lilien“ (Verlag: Agon) spricht vor unserem hoffentlich vorletzten Heimspiel über den fliegenden Holland, das Böllenfalltor und die Saison der Lilien.
By the way: Der FC Ingolstadt 04 hat gegen Darmstadt zuhause noch nie ein Spiel verloren (zwei Remis, drei Siege). In insgesamt elf Partien trennten sich beide Teams sechsmal Remis. Insgesamt viermal ging die Partie 2:2 aus und zuletzt zweimal 1:1. In jedem Spiel fielen Tore.

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Besonders die Heimsiege gegen die Lilien haben sich eingebrannt. 3:1 gewann der FCI in seiner Bundesliga-Premieren-Saison das Aufsteiger-Duell. Robert Bauer (mittlerweile bei Nürnberg) erzielte ein sehenswertes Tor aus 18 Metern. Der 3:2-Sieg in der Abstiegssaison war ein offener Schlagabtausch, bei der FCI seine 9-Punkte-Woche krönte. Beim 3:0-Heimsieg der vergangenen Saison zeigte der FCI eine berauschende Offensivleistung.

Beim Heimspiel am Sonntag geht es für den FCI vor allem darum zu gewinnen und sich so die Spiele 35 und 36 zu sichern.

Ralf, ihr seid gesichert, wie zufrieden bist du mit dem Saisonverlauf deiner Lilien?
Wenn man sich die Aussage des Vereins zu Saisonbeginn anschaut, eine solide Saison ohne Abstiegssorgen zu spielen, dann müsste man mit dem frühzeitigen Klassenerhalt eigentlich sehr zufrieden sein. Zudem besteht ja noch die Möglichkeit einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen, was auch gleichbedeutend mit mehr Fernsehgeldern ist.
Dennoch war diese Saison nervenaufreibend für jeden 98er. Insbesondere der negative Lauf der Lilien von Mitte November bis Mitte Februar, wo man von 30 möglichen Punkten nur 6 holte, ließ Böses erahnen. Peu à peu schlidderten wir Richtung Abstiegszone und nur dank den Ergebnissen der Abstiegsaspiranten hielten wir ein kleines Punktepölsterchen. Wir schwammen in dieser Phase ein bisschen, wie ein Korken auf dem Wasser.

Zur Winterpause ging dann auch noch völlig überraschend unser Kapitän und Leitwolf Aytac Sulu in die dritte türkische Liga zu Samsunspor. Okay, seine Leistung war nicht mehr die, welche er noch zu Bundesliga-Zeiten zeigte, aber als Leader und Wortführer auf dem Platz, tat mir sein Abschied schon weh. Für mich ein Abschied von jetzt auf gleich, irgendwie ein Abschied durch die Hintertür. Das hatte für mich irgendein „Geschmäckle“, ohne allerdings nähere Hintergründe zu kennen.

Überzeugend wurde also nicht zwingend gespielt, man hatte keinen Plan B in der Hinterhand, immer nur lange Bälle und die Resultate blieben aus, was dann letztendlich auch Ende Februar zum Trainerwechsel von Dirk Schuster zu Dimitrios Grammozis führte. Aus meiner Sicht ein notwendiger Schritt, denn seitdem agiert der SV 98 wieder homogener, mutiger und man sieht wieder einen Ansatz von Spielfreude und Selbstbewusstsein. Das schlug sich dann auch in den Ergebnissen nieder, wobei zugegebenermaßen auch ein großes Quäntchen Glück dabei war.

Wenn Du mich konkret nach einer Note befragen würdest, wie die Saison zu beurteilen ist, würde ich eine 3 geben.

 

Wenn Dirk Schuster also eines Tages wieder mal ans Bölle kommen sollte, dann wohl nur als Gästetrainer.

Wann kommt Dirk Schuster wieder ans Böllenfalltor?
Man soll zwar niemals nie sagen, aber ich behaupte, ihn sehen wir hier nicht wieder als Lilien-Trainer. Aber ihr habt bestimmt auch nie gedacht, dass Thomas Oral noch einmal euer Coach werden würde… 😉

Wenn man einen Trainer wie Dirk Schuster holt, weiß man was man bekommt. Eine defensiv ausgelegte Spielweise mit Offensivaktionen, die zumeist aus langgeschlagenen Bällen entstehen oder auf Standards ausgelegt sind. Als wir letzte Saison bis zuletzt im Abstiegskampf standen und uns erst am letzten Spieltag retteten, war das genau das richtige Konzept, was Dirk Schuster angewandt hat. Hier ein Pünktchen und dort eins, den Gegner kommen lassen und selbst reagieren – das reichte letztendlich zum Ligaverbleib.

Dass ein Dirk Schuster aber nicht in der Lage gewesen ist in der Folge eine Mannschaft und seinen eigenen Stil weiter zu entwickeln, wurde ihm letztlich zum sportlichen Verhängnis. Darmstadt war unter seiner Regie zu leicht auszurechnen und dementsprechend brauchten sich gegnerische Teams kaum Sorgen zu machen, wie gegen uns gespielt werden sollte. Schuster hatte auch keinen Plan B in der Hinterhand und keine Überraschungen parat. Irgendwann verschleißt sich so ein System dann eben auch und der Erfolg bleibt aus.
Wenn Dirk Schuster also eines Tages wieder mal ans Bölle kommen sollte, dann wohl nur als Gästetrainer.

 

Darmstadt hat zwei 2:1-Siegen Köln und Union Berlin in die Suppe gespuckt. Was macht dir Hoffnung, dass die Lilien am Sonntag in Ingolstadt ihren ersten Auswärtssieg feiern?
Einspruch euer Ehren – wir haben schon viermal in dieser Runde gewonnen, u.a. auch beim HSV. Aber gut, dass kann man nicht als Auswärtssieg werten, denn beim HSV gewinnt ja mittlerweile fast jeder 😉

Spaß beiseite: Ich bin mir nicht so sicher, ob es zu einem weiteren Dreier bei euch reichen wird. Klar, wir können befreit ausspielen, da es für uns um nichts mehr geht. Aber genau da könnte auch die Gefahr liegen, dass einige Prozent an Konzentration und Willen zum Gewinnen-Wollen fehlen. Ihr hingegen habt momentan den positiven Lauf, kämpft um den letzten Strohhalm – und landet mit einem kleinen bisschen Glück sogar noch über dem Strich. Und selbst wenn es „nur“ zum Relegationsplatz 16 reichen sollte, so habt ihr doch Moral bewiesen in den letzten Spielen. Ich denke genau diese Gier, die ihr derzeit an den Tag legt, wird ausschlaggebend sein. Daher lasse ich mich überraschen und schaue das Spiel relativ entspannt an.

 

Ich bin mir aber nicht ganz so sicher, ob man in Ingolstadt mit einer Saison im Mittelmaß zufrieden wäre.

 

Die Schanzer sind mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet. Statt Verfolgerrennen um den Aufstieg, fand sich der FCI im tiefen Abstiegskampf wieder? Wie nahm man in Darmstadt diese Entwicklung war?
Ich für meinen Teil fand es überraschend, dass die Schanzer nicht schon früher den Turnaround geschafft haben. Dass man zu Saisonbeginn immer einmal hinten reinrutschen kann, ist nicht zwingend etwas Ungewöhnliches. Aber bei der vorhandenen Qualität im Kader des FCI war ich schon verwundert, dass man sich nicht von den Abstiegsrängen lösen konnte. Und wenn erst einmal eine Eigendynamik mit einer Reihe negativer Ergebnisse um sich greift, dann gerät man eben immer tiefer in eine Spirale und den Abwärtstrend. Dazu kamen noch Nebengeräusche wie Trainer- und Vorstandswechsel, die Personalie Matip, etc. Etwas mehr Ruhe hätte vielleicht schon vorzeitig erfolgreiche Zeiten einläuten können, aber wie es scheint, sticht euer letzter Trumpf namens (M)Oral.

 

Bekommt der FCI seine Spiele 35 und 36, oder spielt der FCI am Sonntag sein letztes Heimspiel dieser Saison?
Ich denke, dass letztendlich die Relegation für Ingolstadt herausspringt und dann in zwei Partien gegen den SV Wehen Wiesbaden um den letzten Platz im Unterhaus gespielt wird. Sandhausen und Fürth sind zwar theoretisch noch abzufangen, aber beide werden den einen notwendigen Zähler wohl noch einfahren.

 

Der FCI und Darmstadt stiegen zusammen in die 1. Bundesliga auf, hielten dort die Klasse und stiegen zusammen wieder ab. Wenn ich dir sage, dass beide Klubs kommende Saison eine ruhige Saison spielen, würdest du mir das unterschreiben?
Ja, das unterschreibe ich Dir umgehend. Für meine Lilien wäre es wichtig, gerade jetzt, wo das Stadion am Böllenfalltor umgebaut wird, den sportlichen Grundstein für viele schöne Zweitligajahre zu legen. Ich kann mich mit einer ruhigen Saison also mehr als anfreunden. Eine Platzierung zwischen Rang 7 bis 12 wäre wunderbar.
Ich bin mir aber nicht ganz so sicher, ob man in Ingolstadt mit einer Saison im Mittelmaß zufrieden wäre. Wobei, nach der jetzigen wäre man das wahrscheinlich…

 

Und macht Fabian Holland an Sonntag wieder den fliegen Holländer?
Ich weiß nicht, ob Fabi Opern von Richard Wagner mag…?! 😉
Zugegeben, das vermeintliche Foulspiel an unserem Kapitän im Hinspiel war nie und nimmer ein Strafstoß. Generell ist er kein Schwalbenkönig und ich denke nicht, dass die Situation „einstudiert“ war. So etwas entsteht zumeist ja aus der Spielsituation und im „Affekt“. Das soll sicherlich keine Entschuldigung sein, aber jeder Verein sitzt wahrscheinlich irgendwann einmal im Glashaus, denn auch dort werden (un)beabsichtigte Schwalben vorkommen. Aber in der nächsten Saison wird ja alles besser, dem Videobeweis sei Dank (*hüstel*). Dann unterhalten Du und ich uns wahrscheinlich ausführlich über „vorsätzliche“ Handspiele im Strafraum…

 

Hand aufs Lilien-Herz. FCI – Darmstadt. Wie lautet dein Tipp für Sonntag?
Mit Tipps liege ich ja generell nie so ganz richtig. Zur Saison 2017/18 sah ich euch ja als Zweitligameister direkt wiederaufsteigen. Ich denke an einem guten Tag, wird euch insbesondere unser überragende Keeper Daniel Heuer Fernandes den Sieg entreißen. Und in der Hoffnung, dass er diesen Schokoladentag erwischt, lege ich mich auf ein torloses Remis fest.

Schanzer bitte mehr davon!

Das Spiel gegen Darmstadt hatte schon einen Hauch vom Glanz früherer Tage. Als der FCI mit geballter Konsequenz, seine Gegner nicht zur Entfaltung kommen ließ und vorne auch noch Tore schoss. Nachdem doch souveränen Sieg gegen die Lilien, stellen sich doch einige Fragen. Sehen wir jetzt mehr von diesen Aufritten in Zukunft? Robbt sich der FCI jetzt langsam nach oben?

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3 Siege in Folge – die Schanzer sind wieder da

Für schwache Nerven war das am Sonntag nicht. Unsere Schanzer beschlossen den 28. Spieltag der Bundesliga mit einem spektakulären Spiel gegen die Lilien aus Darmstadt. Vorletzter gegen Letzten. Auf Twitter wurde das Spiel von einem Darmstadt-Fan hämisch als „El Abstiegico“ bezeichnet. Angelehnt  an den „El Clasico“ zwischen Barcelona und Real Madrid. Die Fakten-Lage war klar: die schlechteste Heimmannschaft trifft auf die aktuell schlechteste Auswärtsmannschaft (Darmstadt war vor dem Spiel punktlos in der Fremde). Die Schanzer könnten mit einem Sieg auf einen Punkt an den Relegationsplatz ranrücken und den dritten Sieg in Folge feiern (was bisher noch nie gelang in der Bundesliga gelang).
Mit ordentlich Aufwind gingen die Schanzer also in die Partie. Roger rückte in die Dreierkette, Groß dafür auf die Doppelsechs mit Cohen. Kittel spielt wieder von Anfang, Leckie ergänzte die Flügelzange. Jung blieb dagegen auf der Bank, er wäre ein möglicher Kandidat für die Startelf gewesen, da Haderjonaj gesperrt (fünfte Gelbe Karte) nicht spielen durfte.

„…Diese vergebenen Chancen waren für mich schon wieder Vorbote für ein mögliches Kippen der Partie…“

Die Schanzer legten mit ordentlich Schwung los. Bereits nach einer halben Minute gab es gleich mal die erste Ecke. Bereits früh klingelte es dann im Kasten nach einem schön vorgetragenen Angriff. Cohen spielte quer und Groß schob am zweiten Pfosten zur Führung ein. Bereits vorher scheiterten Kittel und Leckie mit ihren Versuchen am Darmstädter Rückhalt Esser. Die Schanzer wirbelten weiter. Bregerie, Suttner und Cohen scheiterten abermals mit ihren Möglichkeiten. Pascal Groß zog meinen persönlichen Ärger auf sich, als er anstatt zu schießen aus 18 Metern den Ball aufs Tor und übers Tor lupfte. Diese vergebenen Chancen waren für mich schon wieder Vorbote für ein mögliches Kippen der Partie. Und das passierte dann auch. Platte legte auf Colak ab, der mper Direktabnahme den Ball ins rechte Eck einschoss. Ausgleich. Wie aus dem Nichts meldeten sich bisher schwache Lilien im Spiel zurück. Wenig später drang Colak in den Sechszehner ein. Erst bearbeitete ihn Tisserand, nur wenige Augenblicke später klärte Bregerie überragend mit der Fußspitze. Doch dann zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der Elfmeter bezog sich, wie man jetzt weiß auf eine Berührung zwischen Tisserand und Colak. Der Elfmeter ist meiner Ansicht nach eine Frechheit und nicht mal zu 10% kann man diesen Strafstoß geben, sonst müsste man jede kleine Berührung pfeifen. Und Darmstadt war nach dieser Aktion weiter im Ballbesitz, bis eben Bregerie klärte. Es kam wie es kommen musste, Vrancic verlud Hansen und traf zum 2:1. Die Lilien, bis dato punktlos in der Fremde waren in Führung. Die Schanzer wirkten gelähmt und um eine Antwort bemüht. Die lieferte der FCI auch fast. Lezcano scheiterte allerdings freistehend aus wenigen Metern am Keeper Esser.

„…Sein Tor hatte was von Mario Götzes Sieg-Tor beim WM-Finale 2014…“

Im zweiten Durchgang wirkte Darmstadt frisch und zielstrebig, endlich in der Fremde zu gewinnen. Den Schanzern unterliefen viele Abspielfehler, insbesondere Leckie, Matip und Groß. Konfus wirkte nun das Spiel und Darmstadt drängte immer wieder agil nach vorne. Maik Walpurgis Worte schallten mir im Ohr, dass Darmstadt die schwerste Aufgabe in der englischen Woche sei. Das stimmte auch. Denn die Darmstädter präsentierten sich auch in Leipzig stark, schossen am Ende nicht die Tore. Das Spiel lag nun auf Messers Schneide, 3:1 oder Ausgleich, das war die Frage. Kurz nach der Halbzeit hatte Darmstadt noch eine gute Chance, die allerdings am Kasten von Hansen vorbeiging. In der 53. Minute beförderte Suttner einen Freistoß in den Sechszehner, den Sirigu irgendwie klärte bzw. er wurde angeschossen und lenkte den Ball ab. In der 68. Minute wurde die Gemengelange im Sechszehner der Lilien unübersichtlich. Nur eines war klar: es hat geklingelt. Almog Cohen traf mit seinem 7. Saisontor (!!!) zum 2:2-Ausgleich. Sein Tor hatte was von Mario Götzes Sieg-Tor beim WM-Finale 2014. Mit der Brust angenommen und dann im fallen ins Tor buksiert. Welch geile Bude! Die Schanzer waren zurück im Spiel. Und der Sportpark verwandelte sich zu einem Hexenkessel. Erst recht wenige Minuten später. Markus Suttner legte sich den Ball zu einem Freistoß aus 18 Metern halbrechter Position zurecht. Zuvor animierte er das Publikum nochmal alles zu geben an Unterstützung. Vor seinem Anlauf schnaufte er nochmal durch und schoss den Ball dann in den Knick. 3:2! Die Schanzer führten. Sollte es den Schanzern endlich gelingen einen Rückstand aufzuholen? Sollte den Schanzern die perfekte englische Woche mit drei Siegen in Folge gelingen? Noch war genug Zeit zu spielen. Die Darmstädter ackerten und versuchten es nochmal, doch die letzte Chance hatte Jung, der knapp am Tor vorbei schoss. Zuvor gab es nochmal einen unübersichtlichen Aufreger. Der Schiedsrichter zeigte gleich zweimal Rot. Colak lieferte sich einen Zweikampf mit Bregerie. Auf einmal lagen beide. Bregerie sah Rot fürs Nachtreten und Colak die Ampelkarte. Damit fehlt der aktuell bärenstarke Bregerie, auf unbestimmte Zeit. Wie hoch die Strafe für ihn ausfällt ist noch ungewiss, da er bereits „Wiederholungstäter“ ist. Das rückte allerdings in den Hintergrund. Die Fans feierten ihr Team mit Rufen wie „1. Bundesliga – FCI“ oder „Der FCI ist wieder da.“

Der Abstiegskampf in der Liga spitzt sich weiter zu, nachdem der FCA wieder nicht punkten konnte. Am Samstag steht der nächste Abstiegsgipfel in Niedersachsen an. Die Schanzer spielten gegen den VfL Wolfsburg, der nur einen Punkt vor uns liegt. Heißt eine weitere richtig große Chance aus dem Keller zu kommen. Aber erstmal gilt es den Moment zu genießen, den Moment der perfekten englischen Woche mit drei Siegen in Folge.

 

Gastbeitrag beim Kickschuh-Blog

Matthias Kneifl, Autor des Buches „111 Gründe den SV Darmstadt 98 zu lieben“ und Autor des Kickschuh-Blog hat mich vor unserem Spiel gegen die Lilien befragt. U. a. ging es um die aktuelle Form der Schanzer, meine Prognose fürs Spiel und meine Sicht auf die Saison der Lilien.

Das komplette Interview mit Vorbericht zum Spiel aus Darmstädter Sicht könnt ihr hier lesen:

Interview Kickschuh-Blog