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Gästeblock-Interview #FCIKSC: „Philipp Hofmann ist eine Waffe.“

Neues Heimspiel, neues Gästeblock-Interview. Vor dem Spiel gegen den KSC beantwortete Niklas meine Fragen.

Ich bin Niklas, 31 Jahre jung, habe 2019 den KSC Fan-Podcast „die Wildpark-Bruddler“ gegründet und betreiben diesen zusammen mit Boris. Wir haben das Glück immer wieder spannende Gäste rund um den KSC in unserem Podcast begrüßen zu dürfen!

Servus, am Sonntag spielt euer KSC gegen den FCI. Wie zufrieden seid ihr mit der Saison eures Teams bisher? Ihr seid in der Lage „Große“ zu ärgern (1:1 gegen den HSV, 2:1 gegen Schalke), spielt dann aber gegen Kellerkinder auch mal Remis (2:2 gegen Kiel, 0:0 gegen Sandhausen). Wie steht der KSC aktuell da?

Ich bin aktuell recht zufrieden, das Primärziel ist Klassenerhalt. Wenn man betrachtet, woher wir kommen, geht es erstmal darum besser als Platz 15 zu sein. Dass wir große Vereine ärgern können, zeigt, wie eng diese Liga ist und vor allem was für eine geile Truppe wir haben. Unser Cheftrainer Christian Eichner schafft es mit Zlatan Bajramovic zusammen immer wieder alles aus der Mannschaft rauszuholen. Wenn wir alles geben, können wir jeden in der Liga schlagen. Das zeichnet uns aus. Das stimmt mich positiv. Auch gegen Ingolstadt müssen wir alles abrufen, um da zu gewinnen. Das ist Eiche und den Spielern aber bewusst. Daher freue ich mich auf Sonntag!

Vergangene Saison belegte der KSC einen guten 6. Platz. Doch immer wieder stieg in der KSC in den letzten zehn Jahren auch wieder in die 3. Liga ab. Wo soll die Reise des KSC mittelfristig hingehen?

Erstmal müssen wir uns in der 2. Liga etablieren und die Corona-Zeit unbeschadet überstehen. Wenn dann im Sommer 2022 das neue Stadion fertig ist, es wieder voll ausgelastet werden darf und die aktive Fanszene wieder ins Stadion kommt und supportet, dann ist vieles möglich. Auf diesen Moment fiebern wir hin. Dann will ich ungern in der Haut der jeweiligen Gäste stecken. Und dann schauen wir mal wohin die Reise geht.

Philipp Hofmann ist mit 7 Toren ist euer Toptorjäger. Dahinter wird es recht dünn. Haben wir also eine Chance, wenn wir Hofmann abgeschaltet bekommen?

Philipp Hofmann ist eine Waffe. Ihn vollkommen abzuschalten ist schwer bis unmöglich. Er braucht meist auch nur eine gute Gelegenheit, um zu netzen. Doch nicht nur seine Torgefahr zeichnet ihn aus. Er wirft sich in jeden Zweikampf und schafft Räume für seine Mitspieler. Mit Fabian Schleusener hat er einen genialen Sturmpartner, der immer besser reinfindet. In den vergangenen drei Heimspielen (vor dem Spiel gegen den HSV) hat Schleusener getroffen. Wir hoffen, dass Eiche beide von Beginn an bringt und wir mit zwei Stürmern spielen. Dann wird es sicher unterhaltsam.

Der FCI steht mit dem Rücken zur Wand und ist seit acht Spielen sieglos. Was für ein Spiel erwartet ihr am Sonntag?

Wir werden nicht den Fehler machen und Ingolstadt unterschätzen oder das Spiel gar auf die leichte Schulter nehmen. Ingolstadt muss gewinnen. Ich denke nicht, dass die sich hinten reinstellen und uns erstmal die Kugel geben. Aber genau solche Gegner liegen uns. Wir sind gespannt.

Hand aufs blau-weiße KSC-Herz. Euer Tipp für Sonntag?

Wir werden das Spiel knapp mit 2:1 gewinnen und Hofmann wird mindestens einen Treffer dazu beisteuern.

Zahlen und Fakten zum Karlsruher SC

Der KSC steht aktuell auf Platz 10 der Tabelle. Nach 13 Spielen hat die Mannschaft 17 Punkte gesammelt. Auswärts davon 6 Punkte (9:9 Tore)

Der Toptorjäger des KSC ist Ex-Schanzer Philipp Hofmann mit 7 Toren. Hofmann stand in der Saison 2013/2014 in Diensten der Schanzer und erzielte in 33 Spielen, neun Tore. In 189 Zweitliga-Spiele traf er 60-mal.

Die Geschichte des KSC ist von Auf und Abs gekennzeichnet. Durch die Fusion der Vereine Karlsruher FC Phönix und des VfB Mühlberg entstand der heutige Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix, kurz Karlsruher SC.

Als Karlsruher FC Phönix wurde man 1909 Deutscher-Meister. Der KSC gewann dreimal die Deutsche Zweitligameisterschaft (1975, 1984, 2007).  Zweimal gewann der KSC den DFB-Pokal (1955, 1956) und stand zwei weitere Mal im Endspiel (1960, 1996).

Zu einem der größten Erfolge gehört die Teilnahme am UEFA-Pokal-Halbfinale (1993/1994), die Geburtsstunde des Wunders vom Wildpark. Der KSC gewannen in der 2. Runde des UEFA-Pokals, nach einer 1:3-Niederlage im Hinspiel, zuhause den FC Valencia mit 7:0.

Nach einem Absturz zur Jahrtausendwende bis in die Regionalliga, knüpfte der KSC an seine alte Glanzzeit wieder an. 2007/2008 erreichte der KSC als Aufsteiger den 11. Platz. In der Folgesaison stiegen die Badener als Tabellenvorletzter wieder in die 2. Bundesliga ab.

Zwischen 2009 – 2017 und spielte der KSC einmal in der 3. Liga, zwischen 2017 und heute, durchlebte der KSC zwei Drittliga-Spielzeiten. In der Relegation scheiterte der KSC gegen den HSV, jeder kennt die Szenen vom Diaz-Freistoß.

Die vergangene Spielzeit beendete der Karlsruher SC auf Platz 6.

Hennings zieht Spitzenreiter FCI den Zahn

Vor dem Spiel am Sonntag möchte ich auf zwei Heimspiel gegen den Karlsruher SC zurückblicken. In der Saison 2014/2015, trafen am 25. Spieltag beide Teams aufeinander. Der FCI empfing als Spitzenreiter, den Vierten Karlsruhe. Der KSC wollte noch ein Wort im Aufstiegskampf mitreden. Der FCI schlug bitterböse auf. In der 33. Minute brachte Gordon die Badener in Führung. Moritz Hartmann glich zum Pausenpfiff zum 1:1 aus. In der 82. und 90+4. Minute stellte Rouwen Hennings dann auf Sieg. 3:1 stand es am Ende. Der FCI ließ sich am Ende die Zweitligameisterschaft nicht mehr nehmen, der KSC scheiterte in der Relegation am Aufstieg.

Die Startelf des FCI: Özcan – Levels, Matip, Hübner, Danilo Soares – Roger, Morales, Moritz Hartmann, Groß, Leckie – Lex

In der Saison 2010/2011 kämpfte sich der FCI unten aus dem Keller. Am 31. Spieltag gewann der FCI gegen den KSC mit 2:1. Damit blieb der FCI in der Rückrunde ungeschlagen (!). Was für eine Rückrunde! Für die Schanzer trafen Akaichi und Biliskov. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für den KSC erzielte Terrazzino.

Die Startelf des FCI: Özcan – Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Ikeng, Matip, Leitl, Caiuby – Nemec, Akaichi.

Bild: Roland Geier