Archiv der Kategorie: Rückblick

Hennings zieht Spitzenreiter FCI den Zahn

Vor dem Spiel am Sonntag möchte ich auf zwei Heimspiel gegen den Karlsruher SC zurückblicken. In der Saison 2014/2015, trafen am 25. Spieltag beide Teams aufeinander. Der FCI empfing als Spitzenreiter, den Vierten Karlsruhe. Der KSC wollte noch ein Wort im Aufstiegskampf mitreden. Der FCI schlug bitterböse auf. In der 33. Minute brachte Gordon die Badener in Führung. Moritz Hartmann glich zum Pausenpfiff zum 1:1 aus. In der 82. und 90+4. Minute stellte Rouwen Hennings dann auf Sieg. 3:1 stand es am Ende. Der FCI ließ sich am Ende die Zweitligameisterschaft nicht mehr nehmen, der KSC scheiterte in der Relegation am Aufstieg.

Die Startelf des FCI: Özcan – Levels, Matip, Hübner, Danilo Soares – Roger, Morales, Moritz Hartmann, Groß, Leckie – Lex

In der Saison 2010/2011 kämpfte sich der FCI unten aus dem Keller. Am 31. Spieltag gewann der FCI gegen den KSC mit 2:1. Damit blieb der FCI in der Rückrunde ungeschlagen (!). Was für eine Rückrunde! Für die Schanzer trafen Akaichi und Biliskov. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für den KSC erzielte Terrazzino.

Die Startelf des FCI: Özcan – Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Ikeng, Matip, Leitl, Caiuby – Nemec, Akaichi.

Bild: Roland Geier

#FCSPFCI: Abstieg und Kantersieg

Vor dem Spiel gegen St. Pauli blicke ich wieder auf meiner Ansicht zwei besondere Spiele gegen die Kiezkicker.

Los geht es mit einer Partie, die dem schaurigen Schauspiel der Rückrunde in der 2. Liga 2008/2009 ein Ende setze. Alexander Ludwig besiegelte durch ein Tor in der Nachspielzeit den Abstieg des FCI. Wie so oft in dieser Saison war das Team oft dran, hatte viele Chancen. Doch am Ende gewann der Gegner.

Hier geht es zum damaligen Blog-Beitrag: https://derschwarzrotblog.wordpress.com/2009/05/15/prosports-ludwig-schiest-fc-ingolstadt-entgultig-runter/

Im September 2017 fuhr der FCI schließlich am Millerntor den höchsten Zweitliga-Auswärtssieg seiner Vereinsgeschichte ein. 4:0 stand es zur Halbzeit, dies war zugleich auch der Endstand.

Hier geht es zum damaligen Blog-Beitrag: https://derschwarzrotblog.wordpress.com/2017/09/17/schanzer-fahren-hoechsten-zweitliga-auswaertssieg-ein/

Lichtausknisper, chancenlos und wartezeit-einläuter – die bilanz gegen den club

Am Sonntag trifft der FCI zuhause auf den 1. FC Nürnberg. Sechsmal trafen beide Teams in der 2. Bundesliga aufeinander. In der Relegation bescherte der Club, dem FCI durch einen Last-Second-Treffer ein weiteres Drittliga-Jahr. Einmal spielten beide Teams im DFB-Pokal gegeneinander.

Ein Lieblingsgegner ist der Club gewiss nicht. Der achtmalige Deutsche Meister ging in acht Zweitliga-Partien, dreimal als Sieger hervor. Zweimal trennten sich beide Teams Remis. Einmal gewannen die Schanzer.

Ich blicke auf einige Partien gegen den 1. FC Nürnberg zurück. 

Der Aufsteiger zweimal chancenlos

In der Zweitliga-Premieren-Saison 2008/2009 verlor der FCI zuhause im ESV-Stadion mit 3:0. Nachdem der FCI den Aufstiegsfavoriten SC Freiburg zuhause mit 4:0 schlug und Mainz 3:0, ging das Team von Thorsten Fink mit breiter Brust ins Spiel. Doch das Eigentor von Markus Karl und die Treffer von Boakye und Engelhardt sorgten für klaren Sieg der Franken.

Am 30. Spieltag standen die Schanzer bereits mit dem Rücken zur Wand. Sieben Punkte Rückstand hatte das Team, dass mittlerweile von Horst „Opa“ Köppel betreut wurde auf den Tabellen-15. TuS Koblenz. Auf den Relegationsplatz waren es fünf Punkte. Vidosic besorgte in der 23. Spielminute die Führung, die bis zum Abpfiff Bestand haben sollte.

Nach zwei Niederlagen gegen Rot-Weiss Ahlen (0:2) und St. Pauli (0:1) stand der direkte Wiederaufstieg fest. Der FCI gewann in der Rückrunde genau eine Partie. Am letzten Spieltag gegen TuS Koblenz mit 4:0. Das Abenteuer 2. Liga endete im ersten Jahr.

Der Club stieg nach zwei Siegen (3:0, 2:0) in der Relegation gegen Energie Cottbus ins Oberhaus auf.

Startelf FCI Hinspiel: Lutz – Keidel, Neunaber, Wenczel, Reinhard – Karl, Schwarz, Rama, Jungwirth – Demir, Lemos

Startelf FCI Rückspiel: Lutz – Schwarz, Wenczel, Neunaber, Fink – Dreßler, Karl, Zecke Neuendorf, Leitl, Wohlfahrth – Lokvenc

In gelben Ausweichtrikots kann der FCI in Nürnberg nicht gewinnen. Am Ende stehen in dieser Saison: zwei Niederlagen gegen den FCN und der Abstieg.

Der Club läutet die Zwei-Spiele-Wartezeit ein

Ausverkauftes Haus und die Schanzer waren kurz vor dem Meisterstück. Der Aufstieg war zum Greifen nahe, wurde aber weiter vertagt. Denn der FCN dachte nicht daran, die Schanzer ziehen zu lassen. Nach einem Eigentor von Javier Pinola war der FCI in Front. Flum glich zwei Minuten nach der Führung der Schanzer zum 1:1 aus (72.).

Den Matchball zum Aufstieg vergab der FCI in Bochum und tütete damit am vorletzten Spieltag gegen Leipzig den Aufstieg und die Zweitligameisterschaft ein.

Startelf: Özcan, Levels, Roger, Hübner, Soares – Bauer, Groß, Morales – Lex, Hartmann, Leckie

Die Schanzer gewinnen das kleine Spitzenspiel

Als Absteiger spielte der FCI eine gute Rolle in der Hinrunde der Saison 2017/2018. Die Schanzer von Stefan Leitl reisten als Siebter zum Dritten Nürnberg. Stefan Kutschke und Dario Lezcano erzielten die beiden FCI-Treffer, während Kevin Möhwald in der 36. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. Der Treffer von Lezcano fiel per Foulelfmeter, nachdem Torwart Kirschbaum sich den Ball zu weit vorlegte und Lezcano abräumte. Der FCI gewann damit zum ersten und bis heute einzigem Mal in der 2. Bundesliga gegen Nürnberg.   

Die Schanzer beendeten die Hinrunde als Fünfter mit sechs Punkten Rückstand auf den Dritten Düsseldorf. Am Ende landeten die Schanzer auf Platz 9 mit 45 Punkten und fünf Punkten Vorsprung auf den 16. Platz. Ob die Verantwortlichen jetzt eine gute Rolle spielen wollten, die Klasse halten wollten oder wieder aufsteigen wollten, ist nicht überliefert. Denn die Verantwortlichen änderten mehrfach das Saisonziel. Was wahrscheinlich auch irgendwie dazu führte, dass Unruhe ins Umfeld kam und die Erwartungshaltung zwischenzeitlich sehr groß war.

Startelf: Nyland – Levels, Wahl, Matip, Träsch – Schröck, Cohen, Morales, Kittel, Pledl – Kutschke.

DFB-Pokal: Raus mit Applaus

Im DFB-Pokal kämpfte der FCI aufopferungsvoll gegen den Club. Vor allem die „jungen Wilden“ um Thomas Keller, Maximilian Thalhammer, Patrick Sussek und Filip Bilbija zeigten ihr Können. Doch am Ende schlug der Club mit Dovedan in der 88. Minute zu. Der FCI war raus, aber mit viel Applaus. Es war ein toller Pokalfight vor 14.348 Zuschauern im Sportpark.

Startelf: Buntic – Kurzweg, Paulsen, Keller, Gaus – Krauße, Thalhammer, Beister, Sussek – Kutschke, Bilbija

Schleusener knipst das Licht aus

In der Relegation ging nach einer grottenschlechten und beschämenden Leistung der FCI mit einer 2:0-Hypothek ins Rückspiel. Klar war, bei einem Tor für den FCN ist der FCI sowieso fast weg vom Fenster. Drei Standards durch Kutschke, Schröck und Krauße drehten die Partie komplett auf den Kopf. Die Schanzer waren dem Wunder so nah. Doch in der Nachspielzeit erzielte Schleusener den goldenen Auswärtstreffer für den FCI. Wieder scheiterte der FCI aufgrund der Auswärtstorregel in der Relegation. Der Club bescherte dem FCI ein weiteres Drittliga-Jahr. Unsportlich präsentierten sich dagegen einige Spieler der Schanzer, Stefan Kutschke hatte Lust auf Streit auf dem Platz nachdem Abpfiff und Tomas Oral machte den Schiedsrichter für das Scheitern verantwortlich.

Das Drama in der Relegation war zugleich das letzte Pflichtspiel, das beide Teams gegeneinander bestritten. Nun ist der FCI wieder zurück in der 2. Liga und hat Bock auf eine Revanche.

Startelf: Knaller – Heinloth, Antonitsch, Schröck, Gaus – Paulsen, Bilbija, Krauße, Thalhammer, Elva – Kutschke.

Alle Bilder: Roland Geier

Führt der offensive Minimalismus zum Aufstieg?

Nach der herben 4:0-Pleite im Spitzenspiel gegen Dynamo Dresden hat der FCI die richtige Antworten gegeben. Im Nachholspiel gewannen die Schanzer 3:0 gegen den KFC Uerdingen, gewannen 2:1 gegen Türgücü München, 2:1 gegen Wehen-Wiesbaden und trennten sich am Mittwoch 1:1 gegen den SC Verl. Damit bleibt der FCI in einigen Spielen vor einem treu: dem Minimalismus in der Offensive. Oftmals verpasst der FCI oft die Chance Spiele früher zu entscheiden. Doch nachdem Dresden-Spiel ist der FCI auf einem guten Weg wieder aufzusteigen. Was nicht nur an der eigenen Stärke liegt, sondern auch an den Gegnern. Die Verfolger 1860 München, Saarbrücken und Wehen-Wiesbaden konnte der FCI regelrecht abschütteln. Der Vorsprung vor dem Spiel am Samstag beträgt auf Platz vier, satte neun Punkte. Nachdem es so schien, dass Dynamo Dresden enteilt, beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer vier Punkte. Mit dem Tabellenzweiten Rostock ist man punktgleich.

In den kommenden Wochen müssen die Schanzer also weiter ihren Stiefel runterspielen. Der Vorsprung auf Platz vier muss gehalten werden. Durch eigene Siege können die Schanzer den Druck auf Hansa und Dynamo erhöhen. Denn eine Relegation möchte sich der FCI hoffentlich ersparen. Ich weiß nicht, ob ich eine dritte Relegation in Folge packen würde.

Doch vor allem der Minimalismus vor dem Tor könnte zum Aufstieg führen. Nach 28 Spielen hat der FCI bisher 40 Tore erzielt. 2014/2015 stieg der FCI souverän in die Bundesliga auf. Doch vor dem Tor zeigte sich der FCI auch öfters eher „knapp.“ Nach 28 Spielen in der erwähnten Saison standen beim FCI 43 Tore auf dem Konto. Am Ende stieg das Team auf.

Die Abwehrleistung taugt dagegen nicht als Referenz. In der Meister-Saison kassierte der FCI nach 28 Spielen, 22 Gegentore. In dieser Saison musste Fabijan Buntic schon 30-mal hinter sich greifen.

Heißt also was? Die Schanzer dürfen gerne in Zukunft öfters mehr Tore schießen. Aber wenn die Schanzer weiter so minimalistisch und knapp ihre Siege einfahren, steht die Weiche wohl auf Aufstieg. Die Jungs haben es 2014/2015 jedenfalls vorgemacht. Der Rest ist Geschichte.

Duell gegen 1860: Enge Kisten, lange Durststrecke und kleine Serie in Liga drei

15mal trafen der TSV 1860 München und der FCI bisher aufeinander. Erst dreimal konnte der FCI gewinnen. Der erste Sieg gegen den Deutschen Meister von 1966 gelang erst im zehnten Anlauf. Am 14.02.2014 siegte der FCI mit 2:1 im Sportpark. Die Torschützen damals Hofmann und Quaner.

In den bisher 15 Pflichtspiel-Partien sind so einige dabei, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben. Ein paar habe ich hier aufgelistet:

Erster Sieg im zehnten Anlauf

Am Valentinstag 2014 gelang es endlich. Der FCI rang 1860 in einer spannenden Partie mit 2:1 nieder. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Die Niederlage gegen 1860 reiht sich in die Negativserie mit ein

Nach einer guten Hinrunde in der ersten Zweitliga-Saison der Geschichte, verlor der FCI zuhause gegen 1860 mit 2:3. Es war die zweite Niederlage gegen 1860. Doch nicht nur das. Dem FCI gelang in der Rückrunde insgesamt nur eine Partie zu gewinnen. Und das am 34. Spieltag gegen TuS Koblenz. Dieser Sieg kam deutlich zu spät, denn der FCI war bereits abgestiegen. Die bittere Pleite gegen die Giesinger am 23. Spieltag war also „nur“ eine von vielen. Doch auch eine die die Abstiegssorgen stark erhöhte. Immerhin hatte es die Partie richtig in sich. Es fielen nicht nur fünf Tore. Sondern die Trainer Fink und Kurz wurden auf die Tribüne verbannt. Beide lieferten sich ein Wortgefecht, dass der Schiedsrichter nicht akzeptierte. Und so stand Fink eine Reihe unter mir auf der Tribüne und musste das Unheil aus der Ferne sich ansehen.

Schrei ma zwei: Sieg im DFB-Pokal gegen die Löwen

Zum ersten Mal seit zehn Jahren trat der FCI wieder zu einem Pflichtspiel im Grünwalder Stadion an. Bis dato spielte der FCI nur gegen Bayern und 1860 II im Grünwalder Stadion. Die Favoritenrolle war klar verteilt. 1860 der Regionalligist war der Außenseiter. Doch die Löwen bäumten sich immer wieder in der Partie auf und gaben angefeuert von über 10.000 Zuschauern nie auf. Trotzdem reichte es für den FCI. Stefan Kutschkes Elfmeter, zehn Minuten vor dem Ende ebnete den Einzug in die 2. Hauptrunde des DFB-Pokal.

Ludwig spielt zum zweiten Mal Spielverderber

Es sah alles gut aus. Die Schanzer führten am 12.12.2010, ab der 60. Minute dank Andreas Buchner mit 1:0. Doch die Löwen entrissen dem FCI noch die Sieg. In der 90. Minute traf Ludwig zum Ausgleich. Und damit mussten die Schanzer weiter auf den Sieg gegen die Giesinger warten.

Ausgerechnet jener Alexander Ludwig, der den FCI schon mal in die dritte Liga beförderte. In der Saison 2009/2010 titelte ich im Blog: „Ludwig schießt FCI endgültig runter.“ In der 85. Minute erzielte er den 1:0-Siegtreffer für St. Pauli. Am 32. Spieltag hatten die Schanzer alle Chancen auf den Klassenerhalt und auf die Relegation verspielt.

Gaus Doppelpack rettet Punkt

Wie so oft waren die Spiele gegen 1860 enge Kisten. So war es auch im ersten Aufeinandertreffen in der 3. Liga. Im Sportpark endete die Partie 2:2. Marcel Gaus rettete mit seinem Doppelpack damals den Punktgewinn. Am letzten Spieltag gelang den Schanzern der dritte Sieg insgesamt gegen 1860. Der Schmerz über den verpassten Direktaufstieg ließ den Sieg klar in den Hintergrund rücken. Denn Würzburg spielt ein der Ferne Spielverderber.

Die höchste Pleite

Die höchste Pleite gegen 1860 kassierten die Schanzer in der Saison 2011/2012. Nach 14 Spielen ohne Niederlage, war die Hoffnung groß die Sechziger zum ersten Mal zu schlagen. Doch die Schanzer gingen mit einem 4:1 vom Platz. Zweimal Volland, Aigner und Stahl sorgten für den Sieg für den TSV. In Fröttmaning standen für den FCI u. a. Akaichi, Caiuby, Biliskov und Görlitz auf dem Platz.

Bayerische Duelle liegen dem FCI nicht

Generell sind die Bilanzen gegen bayerische Klubs für den FCI eher durchwachsen. In der letzten Spalte wird angezeigt, wer das letzte Duell gewann, das bisher stattfand. Nur gegen Fürth gewannen die Schanzer öfters, als sie verloren. Gegen alle anderen bayerischen Klubs verloren die Schanzer öfters als sie gewannen. Gegen Augsburg holt man allmählich auf. Auch wenn das nächste Derby wahrscheinlich erst in weiter Ferne wieder stattfinden wird. Gegen Regensburg ist die Bilanz ebenfalls negativ.

GegnerNiederlagenRemisSiegeLetztes Ergebnis
FC Augsburg5 Niederlagen1 Remis3 SiegeFCI, 3:2
1. FC Nürnberg6 Niederlagen2 Remis2 SiegeFCI, 3:1
Greuther Fürth4 Niederlagen3 Remis8 SiegeFCI, 1:0
Jahn Regensburg5 Niederlagen1 Remis4 SiegeRGB, 1:2
Wacker Burghausen2 Niederlagen1 Remis1 SiegSVW, 2:4
FC Bayern München5 Niederlagen0 Remis0 SiegeFCB, 0:2
Würzburger Kickers1 Niederlage0 Remis1 SiegFWK, 1:3
1860 München6 Niederlagen7 Remis3 SiegeFCI, 2:0