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Stendera und Beister müssen gehen: richtig so.

Der FC Ingolstadt 04 nimmt personelle Einschnitte vor. Vor dem Jahresauftakttraining gab der FCI bekannt, dass Marc Stendera, Patrick Sussek, Maximilian Beister, Peter Kurzweg und Torwart Lucas Schellenberg Vereinswechsel nahe gelegt worden sind. Sie trainieren nicht mehr beim Team mit.


Der Klub gab eine Kaderverkleinerung bekannt und liefert sie. Sportlich sind die Entscheidungen bei Marc Stendera und Maximilian Beister durchaus nachvollziehbar. Trainer Rüdiger Rehm und die sportliche Leitung wollen ein klares Zeichen an den Restkader senden. Wer jetzt dem großen Wunderziel Klassenerhalt nicht alles unterordnet, fliegt.

Marc Stendera blieb insbesondere in dieser Saison vieles schuldig. Das einstige Wunderkund von Eintracht Frankfurt konnte kein Tor erzielen und bereitete keinen Treffer vor. Oftmals hatte man bei Stendera auch den Eindruck, das Mitarbeiten in der Defensive nicht sein Ding ist. Bei Ballverlusten wirkte er oft trotzig und nicht entschlossen den Ball wieder zurück zu erobern. Auch seine Standards waren schlichtweg eine Katastrophe. Doch auch hier zeigten sich keine Verbesserungen, obwohl Schwächen hier offensichtlich waren. Auch bei Hannover 96 endete sein Engagement bereits früh (September 2019 – Juni 2020), jetzt muss er sich abermals einen neuen Klub suchen.


Die Personalie Maximilian Beister ist wohl die umstrittenste. Nach langen Fordern der Fans bekam Beister Einsatzzeit. Er sorgte für mehr Zug Richtung Tor, doch treffen konnte der Stürmer nicht. Nachdem Beister im Derby gegen Regensburg ein Abseitstor erzielte, wurde Trainer André Schubert auf der Pressekonferenz gefragt, warum er Beister nicht öfters die Chance gebe. Schubert verwies dabei auf seine Trainingsleistungen. Man steckt zu 100 Prozent in der Sache drin. Doch schlechte Trainingsleistungen sind einem schön öfters von verschiedenen Seiten über Beister zu Ohren gekommen. Nach neun Einsätzen in dieser Saison, mit einer Vorlage endet seine Zeit beim FCI nun vorzeitig. Insgesamt brachte es Beister, der bei Düsseldorf und beim HSV seine beste Zeit hatte auf 51 Einsätze und acht Tore im Trikot der Schanzer.


Peter Kurzweg kam in dieser Saison fast gar nicht mehr zum Zug. Patrick Sussek ist eine bittere Personalie, nach seiner Langzeitverletzung muss der gebürtige Ingolstädter nun sich einen neuen Verein suchen. Extrem schade, aber nachvollziehbar aus Klubsicht.


In der Defensive verlässt Jan-Hendrik Marx die Schanzer gen Drittligist Braunschweig. Marx konnte beim FCI nie richtig Fuß fassen. Justin Butler soll beim Drittligisten Waldhof Mannheim Spielpraxis sammeln. Leihgabe Andreas Paulsen von Borussia Mönchenglachbach wird aller Voraussicht nach laut Kicker wieder zu den Fohlen zurückkehren.

Von angezählt kann bei Buntic zwar nicht die Rede sein. Stojanovic wird aber sich aber nicht aus Jux und Tollerei an die Donau verleihen haben lassen. Bilder: Roland Geier

Fragezeichen rief auch der Transfer des Torhüters Dejan Stojanovic hervor. Stojanovic kommt als Leihspieler vom FC Middlesbrough inklusive Kaufoption. Bei St. Pauli absolvierte er vergangene Saison 19 Spiele. Beim englischen Zweitligisten Middlesbrough ist der Torwart nordmazedonisch-österreichischer Herkunft noch nicht angekommen. Stojanovic könnte einen möglichen Kampf um die Nummer 1 anschüren. Robert Jendrusch durfte bisher einmal für Fabijan Buntic ran. Gegen Hansa Rostock zeigte Jendrusch eine gute Leistung. Insbesondere beim Rausgehen zeigte er seine Stärken. Stärken über die Buntic nicht verfügt. Buntic ist auf der Linie brutal stark, beim Rausgehen und bei der Strafraumbeherrschung bei Ecken wirkt er oftmals nicht so souverän. Gut möglich, dass Rüdiger Rehm bei den Torhütern richtig Feuer reinbringen möchte und nun einen Torhüterwettkampf ausruft.
Bekanntermaßen gehören Torhüterwechsel bei neuen Trainern durchaus zu den klassischen Moves. Hierarchien aufbrechen, Wettbewerb schüren, Kampf im Training auslösen. Aus Jux und Tollerei wird Stojanovic jedenfalls nicht an die Donau gekommen sein.

Mehr Optionen bekommt der FCI durch Fatih Kaya, Yassin Ben Balla und Canaggia Elva. Alle drei sind nun wieder voll im Trainingsbetrieb.

Personell ist also beim FCI vieles in Bewegung. Vor harten personellen Entscheidungen schrecken Dietmar Beiersdorfer und Trainer Rüdiger Rehm nicht zurück. Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft. Ob es die Maßnahmen auch Punkte bringen wird sich zeigen. Doch die Grundrichtung stimmt Rüdiger Rehm hat nur bis zum 16. Januar Zeit mit der Mannschaft zu arbeiten. Dann soll die Aufholjagd beginnen, beim 1. FC Heidenheim.

Torhüter-Karussell

Orlan Nyland wechselt zum englischen Zweitligisten Aston Villa. Wie reagiert die sportliche Leitung auf den Wechsel? Denn es wird ein Torhüter benötigt, der das FCI-Torwart-Trio komplettiert.

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Und nun? Wie geht´s weiter mit Dario Lezcano

6 Treffer in der Vorbereitung bisher. Dario Lezcano ist der Gewinner der bisherigen Vorbereitung. Sein Wechselwunsch ist hinterlegt. Stefan Leitl, würde ihn halten. Die Nürnberger wollen ihn, doch es gibt scheinbar keine Einigung bei der Ablöse-Summe. Wie geht´s jetzt wieder?  Und nun? Wie geht´s weiter mit Dario Lezcano weiterlesen

Ebert, Lex, Voglsammer und Co. – Personalien und Transfers beim FCI

Bei den Schanzern hat sich in der Winterpause einiges getan. Hier nochmal der Überblick über die Transfers und Personalien bei den Schanzern:

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Bum Bum Brighton – Suttner verlässt die Schanzer

Gestern meldete bereits die Bild Markus Suttner wechselt zu Brighton Have Albion in die Premier League. Zu jenen Klub für den jetzt auch Pascal Groß kickt. Für jenen Klub der die vom FCI ausgerufene Ablösesumme von mindestens vier Millionen für Suttner nicht aufbringen wollte. Stattdessen standen 2,5 Millionen im Raum.

Das Wechsel-Theater hat nun ein Ende gefunden. Meine Meinung habe ich in einem Kommentar vor einigen Wochen bereits kundgetan. Sportlich ist der Wechsel nachvollziehbar und für Suttner wahrscheinlich auch finanziell sehr lukrativ. Nun ist es halt so. Der Österreicher der die Zuschauer verzückte wechselt vom Festland auf die Insel.

Wahrscheinlich wird der FCI nochmal reagieren und einen Außenverteidiger verpflichten. Dass muss man zweifelsohne sagen, Suttner reißt eine Lücke ins Team. Aus mehrerlei Gründen. Markus Suttner war der neue Standard-Gott beim FCI. Er war auch der Spieler mit den meisten Freistoßtoren in der vergangenen Runde in allen europäischen Ligen. Er ist ein moderner Außenverteidiger der nach vorne schiebt. Zweikampfstark, schnell, gutes Stellungsspiel, starke Raumdeckung und eben seine unwiderstehlichen Freistöße.

1. BL - Saison 2016/2017 - FC Ingolstadt 04 - SV Darmstadt

Und einer dieser Freistöße wird mir immer in Erinnerung bleiben. Es war das Heimspiel gegen Darmstadt, als der Schiedsrichter Freistoß für uns gab. Suttner lief ein paar Schritte an, schnaufte tief durch und knallte den Ball in den Knick. Was für ein Tor, was für ein wichtiges zugleich. Auch wenn es am Ende nicht reichte für den Klassenerhalt.

Diese Freistöße kann Suttner nun in England, in der Premier League auch schlagen. Mann kann es ihm nur wünschen.

Alles Gute Sutti in England und Danke für deine Verdienste beim FCI. Du wirst uns fehlen. Ganz sicher!