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Auf in die Winterpause

Deckel drauf. Nach der schlechtesten Hinrunde die ein Zweitligist seit der Jahrtausendwende gespielt hat, hat der FCI gegen Dynamo Dresden mit dem 3:0 gewonnen. Der Rückstand ist nach wie vor riesig. Jetzt haben Beiersdorfer und Sternisa angekündigt, dass der Kader gestrafft werden soll. Laut Donaukurier sollen die Leihen von Andreas Paulsen und Nassim Boujellab vorzeitig enden. Außerdem sollen noch weitere Spieler abgegeben werden. Zielgröße sind 25 – 26 Spieler. Neue Spieler sollen nur verpflichtet werden, wenn sie geimpft sind. Außerdem wird zweigleisig geplant. Ein möglicher Abstieg wird im Wintertransferfenster mit eingepreist.

Also macht mal Schanzer. Ich bin jetzt ehrlich gesagt froh, dass die Winterpause ist. Und dann schauen wir mal wie der FCI aus den Startlöchern kommt.

Euch lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest. Kommt gut rüber ins neue Jahr. Wir lesen uns!

Mit Glückseligkeit in die Winterpause

Mit einem 5:1-Kantersieg gegen Schlusslicht Jena verabschiedet sich der FCI in die Winterpause.  Eckert Ayensa traf doppelt, Jonatan Kotzke eröffnet mit zwei Zuckerpässen zwei Torsituationen und Peter Kurzweg läuft wie Forerst Gump richtig Sechszehner. Nicht nur der Sieg gegen Jena ist ein großer Grund zur Freude, sondern viel mehr die Entwicklung und die aktuelle Außenwirkung der Mannschaft sind ein Grund sich zu freuen.

Das Wort „Aufstieg“ nahm nachdem Spiel keiner in den Mund. Peter Jackwerth, Robin Krauße und Fabijan Buntic umschifften die Frage nach der Zielsetzung für die Restrunde gekonnt. Wortbaukasten auf: „oben mit dabeibleiben, weiter hart arbeiten.“ Jetzt kann man natürlich sagen: warum spricht es keiner aus, dass das Team aufsteigen möchte? Wer nach der Antwort auf diese Frage sucht, sollte sich an die vorletzte Saison erinnern. Hier kam es gleich zu mehreren Ziel- und Kurskorrekturen. Stets mit einem Grinsen versehen, sprachen die Spieler ihre bekannten Sätze aus. Wohlwissend das im Team natürlich wahrscheinlich jeder das Ziel Aufstieg hat. Doch es kann sehr schnell gehen im Fußball. Nach zwei Niederlagen könnte schon wieder die „Panik“ ausbrechen. Alles würde wieder hinterfragt werden. Gerade in so einer engen Liga wie der dritten. Deswegen lieber bescheiden und beharrlich arbeiten. Irgendwann kann man die Aufstiegsambitionen nicht mehr leugnen. Und wenn dieser Zeitpunkt kommen sollte, wird die Mannschaft hoffentlich in einer aussichtsreichen Position sein.

Doch ich möchte einen Blick darauf werfen, warum die Mannschaft aktuell so erfolgreich ist:

Das Durchschnittsalter der eingesetzten Spieler beim FCI liegt bei 25,02 Jahre. Damit hat der FCI die viertjüngste Mannschaft in der 3. Liga.

Die vierjüngste Mannschaft der Liga (25,02 Jahre Altersschnitt) entwickelt sich gut. Das erfahrene Gerüst um Stefan Kutschke, Marcel Gaus und Björn Paulsen wird mit jungen Spielern wie: Dennis Eckert Ayensa (22 Jahre), Maximilian Thalhammer (22) und Thomas Keller (20) ergänzt. Peter Kurzweg und Robin Krauße sind mit 25 Jahren, erfahren gehören aber definitiv nicht zum alten Eisen.

Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern ist das Rezept, dass die Mannschaft so erfolgreich macht.

Die Mannschaft hat mehrere Entwicklungsschritte in dieser Saison gemacht. Nach einem guten Start in die Runde, folgte eine Serie in der das Team in fünf Spielen ohne Sieg (Rostock, Köln, Halle, Bayern II und Unterhaching) blieb. Nach einem Kantersieg in Großaspach und zwei Remis (gegen Chemnitz und Münster) platzte der Knoten.

Und dann zauberte Saibene Gordon Büch aus dem Hut.

Jeff Saibene hat es geschafft die Mannschaft richtig zu moderieren. Ein Team zu formen. Bei der Pressekonferenz gestern nachdem Spiel hob er den „Teamgeist“ hervor. Dass vor allem die Spieler, die nicht immer spielen, loyal sind. Alle geben für den anderen alles. Und er betont, dass die Mannschaft noch viel Potenzial nach oben hat und der FCI nicht die überragende Mannschaft in der Liga ist. Der Teamgeist ist das Erfolgsgeheimnis. Da ist durchaus was dran. Man kann die besten Einzelspieler im Kader haben oder „Qualität“, am Ende kann eine Mannschaft aber nur erfolgreich sein, wenn sie eine Einheit ist. Stefan Kutschke haute nach der Niederlage bei den kleinen Bayern mal ordentlich dazwischen. Eine gewisse Unwucht sei entstanden und manche Spieler schmollen, die nicht immer spielen. Ein Vorzeichen für ein auseinanderdriftende Mannschaft. Doch unser Coach hat rechtzeitig dazwischen gegrätscht und dafür gesorgt, dass aus einer Mannschaft nicht mehrere Mannschaften werden. Schon einigen Trainern ist es zum Verhängnis geworden, dass sie nicht in der Lage wahren ein Mannschaftsinnenleben vernünftig zu moderieren. Zu spätes reagieren kann dafür sorgen, dass sich so etwas nicht mehr einfangen lässt.

Weiß die Mannschaft zu moderieren: Jeff Saibene mit Robin Krauße.

Saibene zeichnet vor allem aber auch aus, dass er die Spieler variabel einsetzt. Das eröffnet Spielern wie Thomas Keller den Weg zurück in die Mannschaft. Die Innenverteidiger-Planstellen sind mit Antonitsch, Paulsen oder Schröck besetzt. Nach seinen zwei Roten Karten binnen kürzester Zeit ,war er sowieso zum Zuschauen gezwungen. Doch seine Berufung auf die Sechserposition ebnete ihm wieder den Weg in die Startelf.

Fatih Kaya spielte diese Saison als Stürmer oder auf der Außenbahn. Und dann zauberte Saibene Gordon Büch aus dem Hut. Aus der U23 wurde der Außenverteidiger nach oben gezogen und durfte bisher vier Pflichtspiele absolvieren. Nun warf ihn leider eine Verletzung zurück. Filip Bilbija bekommt ebenfalls noch Einsatzzeiten, auch wenn er aktuell öfters von der Bank kommt. Kaya pendelt immer wieder zwischen Bank und Jokerrolle. Thalhammer ist Stammspieler, Sussek verletzt und Keller gehört aktuell wieder zur Startelf. Und natürlich ist da noch Fabijan Buntic. Siebenmal zu Null spielte der 22-jährige und ist mit einem Notenschnitt von 2,78 der fünfbeste Torhüter der Liga. Besonders bei hohen Bällen wirkt Buntic sehr sicher und auch seine Reflexe haben oftmals das Team im Spiel gehalten. Der Kurs, dass die „jungen wilden“ in einem Kollektiv mit erfahrenen Spielern, Spielzeiten bekommen wird konsequent weitergeführt. Und es führt auch zu Erfolg.

Aber auch die Unberechenbarkeit der Offensive spielt eine große Rolle beim aktuellen Erfolg.

Der Lohn sind elf Spiele in Serie ohne Niederlage, Platz zwei und nur drei Niederlagen in insgesamt 20 Partien.

Doch auch das wäre zu kurzgegriffen. Auch bei den Neuzugängen bewies der Verein mit Michael Henke (Direktor Sport) und Florian Zehe (Technischer Direktor) ein gutes Händchen. Besonders bei Dennis Eckert Ayensa. Neun Tore und fünf Vorlagen in 13 Spielen. Eine starke Bilanz. Technisch ist Ayensa großartig und auch für höhere Aufgaben berufen. Ayensa wird kaum halten zu sein, wenn Ingolstadt in der dritten Liga verweilt. Er bildet die perfekte Ergänzung zu Stefan Kutschke. Der Spielerführer räumt die Räume frei für den schnellen Stürmer. Das 2:2 gegen 1860 fiel auch nur deswegen, weil Kutschke seinen Gegenspieler blockte und den Weg freimachte für die technisch perfekte Vorlage von Ayensa auf Gaus.

Mit 42 Toren stellt der FCI die beste Offensive der Liga. Aber auch die Unberechenbarkeit der Offensive spielt eine große Rolle beim aktuellen Erfolg. Ayensa (neun Tore), Kutschke (acht), Beister (fünf), Kaya (5), Gaus (4), Elva und Thalhammer je zwei Tore. Und dann sind da noch fünf Spieler mit je einen Treffer (Antonitsch, Keller, Krauße, Schröck und Wolfram) Die Offensive der Schanzer ist unberechenbarer als in der letzten Saison. Nicht einer ist der Hoffnungsträger für Tore, sondern gleich mehrere Spieler sind brandgefährlich. Marcel Gaus bewies insbesondere gegen 1860 seine Torgefährlichkeit. Ein Strahl und ein Tor mit viel Technik und Ruhe vor dem Tor.   

Kuss für den Mitspieler. Eckert Aysensa spielt groß auf. Und auch Fatih Kaya trifft fleißig für die Schanzer.

Und trotz alledem ist immer noch Luft nach oben. Die Defensive braucht noch mehr Stabilität und auch die Standards sind noch ausbaufähig. Jeff Saibene lobt sein Team, mahnt aber auch. Und das zu Recht. Trotzdem ist die Saison der Schanzer in der dritten Liga bisher eine Erfolgsgeschichte. Die Mannschaft spielt nach ihrer Kurzzeitkrise konstant, wenn auch ein paar Remis zu viel in der Bilanz stehen.

Zum Restrundenauftakt steht gleich das große Spitzenspiel beim MSV Duisburg an. Die Restrunde wird kein Spaziergang zumal das Verfolgerfeld (Waldhof Mannheim, Halle, Unterhaching) dicht gedrängt auch noch auf Platz zwei und drei schielen. Am Ende wird sich das Team durchsetzen, das am konstantesten durch alle Widrigkeiten sich oben festbeißt. Die Schanzer machen Bock auf mehr! Der aktuelle Erfolg ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Mannschaft, Trainer, Funktionäre arbeiten Hand in Hand zusammen. Der Verein hat gelernt und erntet jetzt die Früchte des Erfolgs.

Doch jetzt bleibt erstmal Zeit für Ruhe. Zeit für Besinnlichkeit. Und es lässt sich doch wunderschön Weihnachten feiern, wenn das Team auf Platz zwei steht.

In diesem Sinne, wünsche ich euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Alle Bilder: Roland Geier

Die „Halbzeit-Bilanz“: die Torhüter

Die Bundesliga-Hinrunde der Saison 2016/2017 ist zu sechszehn, siebzehnteln zu Ende. Zeit eine Bilanz zu ziehen, wie sich unsere Spieler geschlagen haben.  Losgeht´s mit den Torhütern.

 

TOR

Orlan Nyland: Nachdem Abgang von Ramazan Özcan zu Bayer 04 Leverkusen, wurde Nyland die neue Nummer eins im Tor der Schanzer. Bereits im vergangenen Jahr bekam Nyland, einige Spiele. Er blieb aber die Nummer zwei hinter „Rambo.“ Nylands Einstieg in die Saison war unglücklich. Das Pech blieb an seinen Handschuhen kleben. Trotz seiner Körpergröße konnte er nicht überzeugen im Stellungsspiel. Unterlief immer wieder hohe Bälle und machte bei einigen Spielen, insbesondere gegen Hoffenheim, eine denkbar schlechte Figur. Beim Derby gegen Augsburg gab es dann die Ablösung für den Norweger. Neuzugang Martin Hansen wurde zur neuen Nummer eins. Es war die letzte Amtshandlung von Markus Kauzinski. Nyland bleibt auch beim neuen Trainer Walpurgis die Nummer zwei. Unglücklicher hätte das Jahr für Nyland nicht laufen können. Denn auch in Norwegens Tor, verlor er den Status der Nummer eins, an Hertha-Keeper Jarstein.

Martin Hansen: Seitdem Augsburg-Spiel hütet der Däne das Tor der Schanzer. Zweimal blieben die Schanzer mit ihm im Kasten, ohne Gegentor. Insbesondere gegen Darmstadt und Leipzig zeigte er sein Können. Insbesondere seine Reflexe sind eine große Stärke. Hansen hat sich auch aufgrund seiner größeren Klasse am Ende durchgesetzt im Kampf um das Ingolstädter Tor.

 

Keine Einsätze hatten: Buntic und Ortag.