Die Schanzer-Schubert-Horror-Serie geht weiter und sie muss enden!

Zahlen lügen bekanntlich nicht. Der FCI ist nach der 3:0-Niederlage gegen den Hamburger SV seit zehn Spielen sieglos. André Schubert wartet nun seit sieben Spielen als FCI-Trainer auf seinen ersten Sieg. Apache und der Abstand bleiben dagegen gleich. Nachdem Hannover 96, der SV Sandhausen und Erzgebirge Aue ihre Spiele verloren, bleibt es bei acht Punkten auf den Relegationsplatz und den ersten Nichtabstiegsplatz.

Neun mickrige erzielte Tore in 15 Spielen stehen zu Buche. 34 Gegentore kassierte der FCI bereits. Nur Sandhausen hat mit 33 Gegentoren eine ähnlich schlechte Abwehr.

Auch gegen den HSV blieb der FCI einiges schuldig. Trotz sieben defensiver Startspieler netzte der HSV dreimal ein. Und wenn man die Torchancen zu Grunde liegt, war das 3:0 ein gnädiges Ergebnis für den FCI. Beim 1:0 verteidigte Nico Antonitsch schlecht, beim 2:0 stimmte die Zuteilung nicht und beim 3:0 klaffte zwischen Passgeber und Torschützen Manuel Wintzheimer eine Riesen Lücke.

Auf dem Feld standen von Beginn übrigens Spieler, die noch keinen einzigen Treffer erzielt haben in dieser Saison. Die kollektive Torungefährlichkeit also. Fatih Kaya und Filip Bilbija, die natürlich keine klassischen Torjäger sind, aber technisch und kämpferisch viel Qualität mitbringen, saßen auf der Bank. Bilbija ist ohnehin unter Schubert zum Bankdrücker degradiert worden. Kaya kam fünf Minuten vor Schluss und traf die Unterkante der Latte.

Ansonsten gab es offensiv außer von Christian Gebauers Schuss aus halbrechter Position wenig zu berichten.

Rätselhaft blieb auch Schuberts Dreifach-Wechsel in der 61. Minute. Für Gaus, Heinloth und Keller kamen mit Linsmayer, Franke und Neuberger drei defensive Akteure. Anstatt offensiv nochmal alles auf eine Karte zu setzen, setzte Schubert auf eine defensive Impulsgebung. Schubert begründete auf der Pressekonferenz seine Entscheidung damit, dass er nochmal mehr Aggressivität ins Spiel bringen wollte. Denn genau jene fehlte in der ersten Halbzeit. Der FCI kam in der Schlussphase nochmal bisschen auf. Doch ich würde das eher weniger auf den Dreifach-Defensiv-Wechsel zurückführen, sondern eher darauf, dass der HSV es sich mit dem 2:0 ein bisschen gemütlich machte. Mit Merlin Röhl wäre ein weiterer technisch starker Offensivspieler zur Verfügung gestanden.

Die Kollegen vom Schanzer Zeitspiel haben in ihrem letzten Stück die Frage schon in den Raum gestellt. Was wollen wir? Geduld und Vertrauen für den nun zweiten Trainer der Saison. Oder gehen wir gleich auf den dritten, damit irgendwie der Klassenerhalt noch gelingt. Der FCI hat einmal lange gezögert und seine Entscheidung mit dem Abstieg aus der 1. Bundesliga bezahlen müssen. Am Ende fehlten trotz herausragender Rückrunde, fünf Punkte zum Relegationsplatz. Mehr war einfach nicht drin. Doch Maik Walpurgis sorgte für einen Ruck in der Mannschaft. Und auch mit 4,5 Trainern: Leitl, Pätzold, Nouri, Keller und Oral gelang der Klassenerhalt in Liga zwei nicht. Leicht ist die Entscheidung keineswegs. Aber am Ende des Tages ist der Fußball halt ein knallharter Ergebnissport.

Doch selten verpuffte ein Trainerwechsel so wie jetzt. Klar klebt das Verletzungspech der Mannschaft an den Füßen. Aber wenn sieben Defensivspieler es nicht hinbekommen, mal ein Spiel ohne Gegentor zu absolvieren, wie soll es dann klappen? Schubert hat den Instrumentenkasten durchprobiert. Doch nichts zündet.

Und große Verbesserungen sind leider auch nicht zu sehen. Offensivstandards, nach wie vor eine Katastrophe. Defensivstandards wurden fokussiert aber trotzdem hat sich nichts verbessert, es klingelte gegen Regensburg, Karlsruhe und den HSV nach Ecken.

Offensiv mehr Power entwickeln: Fehlanzeige.

Der Aufsichtsrat des FCI und der neue Sportgeschäftsführer Dietmar Beiersdorfer müssen nun ihre Schlüsse ziehen. Da die Aufgabe Klassenerhalt ohnehin jetzt zu einem Himmelfahrtskommando geworden ist, darf nicht weiter Zeit verloren werden. Gegen Rostock, Hannover und Dresden geht es jetzt gegen drei Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. 0 oder nur drei Punkte kann man sich das Team eigentlich nicht leisten. Mir fehlt jedenfalls die Überzeugung, dass dies mit Schubert gelingt.

Denn auch die Zahlen lügen hier nicht. André Schubert weist nach acht Spielen einen Punkteschnitt von 0,25 auf. Selbst Alexander Nouri (0,38 / 8 Spiele) und Markus Kauczinski (12/0,42) waren besser unterwegs. Roberto Pätzold holte nach neun Spielen im Schnitt 0,78 Punkte.

Auf dem Markt wären einige Kandidaten wie Manuel Baum, Josef Zinnbauer, Heiko Herrlich, Uwe Neuhaus oder Mirko Slomka. Und wer Beiersdorfer sportliche Biografie als Funktionär kennt, weiß den Trainer entlassen ist für ihn jetzt keine Seltenheit.

Der FCI muss die Notbremse ziehen. Acht Punkte aufzuholen ist schon eine Mammutaufgabe genug, bei einem noch größeren Abstand wird es allmählich richtig hoffnungslos.

Bayern verschärft: Künftig 2G Plus im Stadion

Die Schanzer-Fans müssen sich auf schärfere Corona-Regeln beim Stadionbesuch einstellen. Wie aus der Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 19.11.2021 hervorgeht, wird die Kapazität bei Sportveranstaltungen auf 25% der maximalen Auslastung gedeckelt. Den Zugang zu diesen Veranstaltungen haben nur Geimpfte und Genesene (2G), zusätzlich muss ein negatives Testergebnis (Schnelltest) vorgelegt werden.
Damit werden die 2G-Regeln verschärft. Die Deckelung der Zuschauerkapazität wird auch die Ticketing-Abteilung des FC Ingolstadt 04 wieder vor organisatorische Probleme stellen.
Denn zum Heimspiel gegen KSC erhielt jede:r Dauerkarteninhaber:in seine Dauerkarte für seinen eigentlichen Platz im Stadion.

Die Bayerische Staatsregierung steigt damit flächendeckend in die Eisen. Die Verschärfung der Regeln macht durchaus Sinn, doch trotzdem waren Staats- und Bundesregierung lange untätig.

Fixe Informationen des FCI werden noch folgen, zuerst muss der FCI am kommenden Sonntag gegen den Hamburger SV ran. Am Samstag, den 04. Dezember gastiert dann Hansa Rostock im Sportpark.

Noch sind die neuen Regeln nicht verbindlich. Denn durch die Änderung des Infektionsschutzgesetzes, müssen die Regeln nun erst noch vom Bayerischen Landtag beschlossen werden. Dann würden die neuen Regeln am Mittwoch, den 24. November im kompletten Freistaat gelten.

Die komplette Mitteilung findet ihr hier:
https://www.stmgp.bayern.de/presse/ab-mittwoch-sollen-in-bayern-strengere-corona-massnahmen-gelten-ministerrat-entscheidet-am/?output=pdf

Gästeblock-Interview #FCIKSC: „Philipp Hofmann ist eine Waffe.“

Neues Heimspiel, neues Gästeblock-Interview. Vor dem Spiel gegen den KSC beantwortete Niklas meine Fragen.

Ich bin Niklas, 31 Jahre jung, habe 2019 den KSC Fan-Podcast „die Wildpark-Bruddler“ gegründet und betreiben diesen zusammen mit Boris. Wir haben das Glück immer wieder spannende Gäste rund um den KSC in unserem Podcast begrüßen zu dürfen!

Servus, am Sonntag spielt euer KSC gegen den FCI. Wie zufrieden seid ihr mit der Saison eures Teams bisher? Ihr seid in der Lage „Große“ zu ärgern (1:1 gegen den HSV, 2:1 gegen Schalke), spielt dann aber gegen Kellerkinder auch mal Remis (2:2 gegen Kiel, 0:0 gegen Sandhausen). Wie steht der KSC aktuell da?

Ich bin aktuell recht zufrieden, das Primärziel ist Klassenerhalt. Wenn man betrachtet, woher wir kommen, geht es erstmal darum besser als Platz 15 zu sein. Dass wir große Vereine ärgern können, zeigt, wie eng diese Liga ist und vor allem was für eine geile Truppe wir haben. Unser Cheftrainer Christian Eichner schafft es mit Zlatan Bajramovic zusammen immer wieder alles aus der Mannschaft rauszuholen. Wenn wir alles geben, können wir jeden in der Liga schlagen. Das zeichnet uns aus. Das stimmt mich positiv. Auch gegen Ingolstadt müssen wir alles abrufen, um da zu gewinnen. Das ist Eiche und den Spielern aber bewusst. Daher freue ich mich auf Sonntag!

Vergangene Saison belegte der KSC einen guten 6. Platz. Doch immer wieder stieg in der KSC in den letzten zehn Jahren auch wieder in die 3. Liga ab. Wo soll die Reise des KSC mittelfristig hingehen?

Erstmal müssen wir uns in der 2. Liga etablieren und die Corona-Zeit unbeschadet überstehen. Wenn dann im Sommer 2022 das neue Stadion fertig ist, es wieder voll ausgelastet werden darf und die aktive Fanszene wieder ins Stadion kommt und supportet, dann ist vieles möglich. Auf diesen Moment fiebern wir hin. Dann will ich ungern in der Haut der jeweiligen Gäste stecken. Und dann schauen wir mal wohin die Reise geht.

Philipp Hofmann ist mit 7 Toren ist euer Toptorjäger. Dahinter wird es recht dünn. Haben wir also eine Chance, wenn wir Hofmann abgeschaltet bekommen?

Philipp Hofmann ist eine Waffe. Ihn vollkommen abzuschalten ist schwer bis unmöglich. Er braucht meist auch nur eine gute Gelegenheit, um zu netzen. Doch nicht nur seine Torgefahr zeichnet ihn aus. Er wirft sich in jeden Zweikampf und schafft Räume für seine Mitspieler. Mit Fabian Schleusener hat er einen genialen Sturmpartner, der immer besser reinfindet. In den vergangenen drei Heimspielen (vor dem Spiel gegen den HSV) hat Schleusener getroffen. Wir hoffen, dass Eiche beide von Beginn an bringt und wir mit zwei Stürmern spielen. Dann wird es sicher unterhaltsam.

Der FCI steht mit dem Rücken zur Wand und ist seit acht Spielen sieglos. Was für ein Spiel erwartet ihr am Sonntag?

Wir werden nicht den Fehler machen und Ingolstadt unterschätzen oder das Spiel gar auf die leichte Schulter nehmen. Ingolstadt muss gewinnen. Ich denke nicht, dass die sich hinten reinstellen und uns erstmal die Kugel geben. Aber genau solche Gegner liegen uns. Wir sind gespannt.

Hand aufs blau-weiße KSC-Herz. Euer Tipp für Sonntag?

Wir werden das Spiel knapp mit 2:1 gewinnen und Hofmann wird mindestens einen Treffer dazu beisteuern.

Zahlen und Fakten zum Karlsruher SC

Der KSC steht aktuell auf Platz 10 der Tabelle. Nach 13 Spielen hat die Mannschaft 17 Punkte gesammelt. Auswärts davon 6 Punkte (9:9 Tore)

Der Toptorjäger des KSC ist Ex-Schanzer Philipp Hofmann mit 7 Toren. Hofmann stand in der Saison 2013/2014 in Diensten der Schanzer und erzielte in 33 Spielen, neun Tore. In 189 Zweitliga-Spiele traf er 60-mal.

Die Geschichte des KSC ist von Auf und Abs gekennzeichnet. Durch die Fusion der Vereine Karlsruher FC Phönix und des VfB Mühlberg entstand der heutige Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix, kurz Karlsruher SC.

Als Karlsruher FC Phönix wurde man 1909 Deutscher-Meister. Der KSC gewann dreimal die Deutsche Zweitligameisterschaft (1975, 1984, 2007).  Zweimal gewann der KSC den DFB-Pokal (1955, 1956) und stand zwei weitere Mal im Endspiel (1960, 1996).

Zu einem der größten Erfolge gehört die Teilnahme am UEFA-Pokal-Halbfinale (1993/1994), die Geburtsstunde des Wunders vom Wildpark. Der KSC gewannen in der 2. Runde des UEFA-Pokals, nach einer 1:3-Niederlage im Hinspiel, zuhause den FC Valencia mit 7:0.

Nach einem Absturz zur Jahrtausendwende bis in die Regionalliga, knüpfte der KSC an seine alte Glanzzeit wieder an. 2007/2008 erreichte der KSC als Aufsteiger den 11. Platz. In der Folgesaison stiegen die Badener als Tabellenvorletzter wieder in die 2. Bundesliga ab.

Zwischen 2009 – 2017 und spielte der KSC einmal in der 3. Liga, zwischen 2017 und heute, durchlebte der KSC zwei Drittliga-Spielzeiten. In der Relegation scheiterte der KSC gegen den HSV, jeder kennt die Szenen vom Diaz-Freistoß.

Die vergangene Spielzeit beendete der Karlsruher SC auf Platz 6.

Podcast wird vorerst eingestellt

Die Bestrebungen waren klar. Regelmäßig oder halbwegs regelmäßig sollten Podcastfolgen von „Schwarz-Rot“ erscheinen. Doch diesem Anspruch konnte ich nicht gerecht werden. Leider gelang es mir nicht, regelmäßig Folgen zu produzieren. Und daher habe ich mich entschieden, den Podcast „Schwarz-Rot“ vorerst einzustellen. Möglicherweise gelingt es mir irgendwann Regelmäßigkeit reinzubringen. Doch aktuell ist das nicht darstellbar.

Weiterhin gibt es hier im Blog regelmäßig Beiträge, so wie es ihr gewohnt seid. Für die Ohren vorerst aber nichts mehr.

Ich bitte um euer Verständnis.

Hennings zieht Spitzenreiter FCI den Zahn

Vor dem Spiel am Sonntag möchte ich auf zwei Heimspiel gegen den Karlsruher SC zurückblicken. In der Saison 2014/2015, trafen am 25. Spieltag beide Teams aufeinander. Der FCI empfing als Spitzenreiter, den Vierten Karlsruhe. Der KSC wollte noch ein Wort im Aufstiegskampf mitreden. Der FCI schlug bitterböse auf. In der 33. Minute brachte Gordon die Badener in Führung. Moritz Hartmann glich zum Pausenpfiff zum 1:1 aus. In der 82. und 90+4. Minute stellte Rouwen Hennings dann auf Sieg. 3:1 stand es am Ende. Der FCI ließ sich am Ende die Zweitligameisterschaft nicht mehr nehmen, der KSC scheiterte in der Relegation am Aufstieg.

Die Startelf des FCI: Özcan – Levels, Matip, Hübner, Danilo Soares – Roger, Morales, Moritz Hartmann, Groß, Leckie – Lex

In der Saison 2010/2011 kämpfte sich der FCI unten aus dem Keller. Am 31. Spieltag gewann der FCI gegen den KSC mit 2:1. Damit blieb der FCI in der Rückrunde ungeschlagen (!). Was für eine Rückrunde! Für die Schanzer trafen Akaichi und Biliskov. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für den KSC erzielte Terrazzino.

Die Startelf des FCI: Özcan – Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Ikeng, Matip, Leitl, Caiuby – Nemec, Akaichi.

Bild: Roland Geier

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